Kino

China-Start von "Once Upon a Time in...Hollywood" kurzfristig abgesagt

Quentin Tarantinos aktueller Film wird nicht wie geplant am 25. Oktober in die chinesischen Kinos kommen. Eine Begründung für den Rückzug der Startgenehmigung gab es von den chinesischen Behörden nicht.

18.10.2019 13:56 • von Jochen Müller
Wird nun doch nicht in die chinesischen Kinos kommen: "Once Upon a Time in...Hollywood" (Bild: Sony Pictures)

Eine Woche vor dem geplanten Start von "Once Upon a Time in Hollywood" am 25. Oktober haben die chinesischen Behörden die Startgenehmigung zurückgezogen - wie üblich, ohne Angaben von Gründen. Das berichtet der "Hollywood Reporter" unter Berufung auf Personen aus dem Behördenumfeld, die aber aus verständlichen Gründen namentlich nicht genannt werden wollen.

Über den Grund für die kurzfristige Absage des Filmstarts wird jedoch bereits heftig spekuliert. Man munkelt, die Darstellung von Bruce Lee in dem Film könne etwas damit zu tun haben. Freunde und Familie der 1973 verstorbenen Martial-Arts-Ikone hatten Regisseur Quentin Tarantino heftig für dessen Darstellung in dem Film kritisiert gehabt. Lee habe sich nie so verhalten, wie dort gezeigt, und hätte nie einen Kampf wie diesen gegen den von Brad Pitt dargestellten Stuntman Cliff Booth verloren. Bruce Lees Tochter Shannon hatte daraufhin auch auf die nationale Filmbehörde in China eingewirkt, auf Änderungen in der Darstellung ihres Vaters in dem Film, bei dem die chinesische Bona Film Group als Finanzier mit Umsatzbeteiligung an Bord ist, zu drängen.

"Once Upon a Time in...Hollywood" lockte bis dato gut 1,8 Mio. Besucher in die deutschen Kinos und steht weltweit bei einem Einspiel von gut 366 Mio. Euro.