Produktion

"Kreatives Kinoschaffen durch FFA-Richtlinienänderung gestärkt"

Die Produzentenallianz freut sich über die kürzlich erfolgte Richtlinienänderung der FFA. Die neue Regelung schaffe für Produzenten gewisse Spielräume und mehr Zeit für Projekte.

16.10.2019 11:17 • von

Die Produzentenallianz begrüßt die FFA-Richtlinienänderung vom 14. Oktober (wir berichteten). "Nach zahlreichen Vorstößen der Produzentenallianz und weiterer Verbände der Produktionswirtschaft bei der Filmförderungsanstalt erkennt die FFA mit den neuen Richtlinien nun an, dass die alten Produktionshonorare nicht ausreichend waren, um den erheblichen Aufwand, den Produzentinnen und Produzenten in die Vorbereitung, Entwicklung und Realisierung ihrer Projekte investieren, auch entsprechend in den Budgets der Filme abzubilden", sagt der stellvertretende Vorsitzender der Produzentenallianz und Vorsitzender der Sektion Kino, Uli Aselmann, am Mittwoch in einer Mitteilung.

Damit sei ein erster wichtiger Schritt zu realitätsnäheren Budgetansätzen gemacht. Dieser sei notwendig, um die Zukunft des Kinofilms zu festigen und dessen Bedeutung im Umfeld anderer Bewegtbildrezeption wieder wachsen lassen. "So werden mit der neuen Regelung gewisse Spielräume geschaffen, durch die sich Produzentinnen und Produzenten mehr Zeit für ihre Projekte nehmen, und sich verstärkt der Stoffentwicklung widmen können. Hierfür sei allen an diesem Entscheidungsprozess Beteiligten herzlich gedankt. Besonders erfreulich ist dabei, dass alle Produzentenverbände sich hier gemeinschaftlich und sehr kollegial für dieses wichtige Ziel eingesetzt haben", sagt Aselmann.

Nach Zustimmung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Monika Grütters, werden durch Anpassungen von Förderrichtlinien seitens der Filmförderungsanstalt (FFA) höhere Produktionshonorare anerkannt. So kann bei Projekten mit Herstellungskosten zwischen 300.000,01 Euro und 500.000 Euro ein Produktionshonorar von bis zu 25.000 Euro kalkuliert werden. Bei höheren Projektbudgets beträgt es nun bis zu fünf Prozent der Herstellungskosten. Eine Kappung des Produktionshonorars erfolgt jetzt bei 250.000 Euro.

Der Produzentenallianz gehören 270 Mitglieder deutscher Produktionsunternehmen an. Sie ist eine unabhängige Interessenvertretung der Produzentinnen und Produzenten in Deutschland von Film-, Fernseh- und anderen audiovisuellen Werken.