Produktion

"Nasser Hund" im Dreh

In Berlin wird derzeit die Arye Sharuz Shalicars Autobiografie "Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude" verfilmt.

15.10.2019 09:13 • von Jochen Müller
Doguhan Kabadayi, Derya Dilber und Mohammad Eliraqui (v.l.n.r.) in "Nasser Hund" (Bild: Carte blanche International / Volker Roloff)

Seit Anfang Oktober inszeniert Damir Lukacevic nach eigenem Drehbuch an Originalschauplätzen in Berlin-Wedding die Verfilmung von Arye Sharuz Shalicars Autobiografie "Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude" unter dem Titel Nasser Hund". Hauptfigur ist der jüdische Jugendliche Soheil (Doguhan Kabadayi), der mit seiner Familie nach Berlin-Wedding gezogen ist und Anschluss sucht. Als er mit arabischen Jugendlichen aneinander gerät, die ihn wegen seines Glaubens beschimpfen und verprügeln, beschließt er, seine Identität zu verheimlichen. Er wird Teil einer Jugendgang um den Moslem Husseyn und verliebt sich in ein türkisches Mädchen aus seiner Parallelklasse. Doch als seine jüdische Identität aufzufliegen droht, beginnt eine Spirale der Gewalt.

Neben Kabadayi und zahlreichen Laien- und Nachwuchsdarstellern haben u.a. Kida Khodr Ramadan, Judith Hofmann und Dorka Gryllus Rollen in "Nasser Hund" übernommen. Produziert wird der Film, den Warner Bros Pictures ins Kino bringen wird, von Carte blanche international in Koproduktion mit Warner Bros Film Productions Germany. Als Produzenten fungieren Alexander van Dülmen und Stephan Wagner.