Produktion

FFA erkennt höhere Produzentenhonorare an

Wie die FFA jetzt bekannt gab, wurden bereits Ende September diverse Förderrichtlinien angepasst. Zu den wichtigsten Änderungen zählen jene, die die Produzentenhonorare betreffen.

14.10.2019 11:58 • von Marc Mensch
Insgesamt sieben Förderrichtlinien hat die FFA jüngst angepasst (Bild: FFA)

Mit Inkrafttreten zum 25. September hat die FFA, wie nun auch öffentlich kommuniziert wurde, eine ganze Reihe von Förderrichtlinien angepasst. Konkret betrafen die jüngsten Änderungen die Richtlinien D.1 (Projektfilmförderung), D.2 (Referenzfilmförderung), D.3 (besonders aufwendige Stoffe und Drehbuchbeschaffung), D.6 (Kurzfilme und nicht programmfüllende Kinderfilme), D.8 (Drehbuchfortentwicklung), D.11 (Projektförderung des Film- und Videoabsatzes) und D.13 (Projektförderung von Kinos). Eine Kurzübersicht sämtlicher Änderungen finden Sie hier.

Zu den wichtigsten Anpassungen der Richtlinien zählt die Tatsache, dass seitens der FFA nun höhere Produzentenhonorare anerkannt werden. Bei Projekten mit Herstellungskosten zwischen 300.000,01 Euro und 500.000 Euro kann nun ein Produzentenhonorar von bis zu 25.000 Euro kalkuliert werden, bei noch höher budgetierten Projekten kann es nun bis zu fünf Prozent (vorher: 2,5 Prozent) der Herstellungskosten betragen. Die Deckelung des Produzentenhonorars liegt jetzt bei 250.000 Euro, dem Doppelten des vorherigen Wertes von 125.000 Euro. Ausnahmsweise Erhöhungen des Produzentenhonorars durch die zuständige Kommission sind im Gegenzug allerdings künftig nicht mehr möglich.

Im Rahmen der Förderung der Drehbuchfortentwicklung wiederum kann ein Antrag für die inhaltliche Tätigkeit des Produzenten neuerdings einen Betrag von bis zu 25.000 Euro enthalten, damit soll der Aufwand des Produzenten in der Drehbuchfortentwicklung berücksichtigt werden

Erwähnenswert ist auch eine Anpassung in §5 IV der Richtlinie D.13 - jener Vorschrift, die die Prioritäten bei der Vergabe von Fördermitteln für den Fall regelt, dass die beantragte Summe die vorhandenen Mittel übersteigt. Demnach wurde bei der Auswahl förderungswürdiger Projekte die Vorrangigkeit von Vorhaben gestrichen, die das Kerngeschäft eines Kinos betreffen.