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Hüseyin Tabak mit "Gipsy Queen" in Tallinn

"Gipsy Queen" von Hüseyin Tabak wurde in die Official Selection - Competition des Tallinn Black Nights Film Festival eingeladen. Der deutsche Regisseur kehrt damit nach Tallinn zurück, wo sein Kurzfilm "Cheeese" 2008 mit einer Erwähnung der Jury geehrt worden war.

10.10.2019 15:23 • von Barbara Schuster
"Gipsy Queen" läuft in Tallinn (Bild: Tallinn Black Nights Festival)

Gipsy Queen" von Hüseyin Tabak wurde in die Official Selection - Competition des Tallinn Black Nights Film Festival eingeladen. Der deutsche Regisseur kehrt damit nach Tallinn zurück, wo sein Kurzfilm "Cheeese" 2008 mit einer Erwähnung der Jury geehrt worden war. "Gipsy Queen", von Dor Film und Dor Film-West produziert, feiert in Tallinn seine Internationale Premiere. Titelheldin ist eine junge Frau (gespielt von Alina Serban), die von ihrem Vater verstoßen wurde und als Putzfrau in der Reeperbahn-Kneipe "Ritze" arbeitet, um für sich und ihre beiden Kinder zu sorgen. Als ihr Chef (Tobias Moretti) sie beim Boxen im Keller der Kneipe beobachtet, ermutigt er sie, wieder mit dem Sport zu beginnen.

Darüber hinaus hat das A-Festival in der estnischen Hauptstadt weitere sieben Titel des Hauptwettbewerbs bekannt gegeben. Der bekannte dänische Schauspieler Ulrich Thomsen bringt seine zweite Regiearbeit "Gutterbee" mit in den Wettbewerb nach Tallinn. In der als politischer Anti-Western beschriebenen Geschichte versuchen ein bayrischstämmiger Unternehmer und ein Kleinganove im tiefen Süden der USA ein Restaurant für deutsche Würste zu eröffnen. Eingeladen wurden auch Wayne Wangs "Coming Home Again". Der neue Film des amerikanischen Regisseurs chinesischer Herkunft feiert in Tallinn Europapremiere nach seiner Uraufführung in Toronto. Der türkische Filmemacher Can Evrenol, der sich zuvor mit Horrorfilmen wie "Housewife" und Baskin" einen Namen gemacht hat, stellt seine apokalyptische Geschichte "Girl With No Mouth" vor. Mit ihrem zweiten Film, "Lost Lotus" wurde die chinesische Filmemacherin Liu Shu eingeladen, in dem sie über eine junge chinesische Lehrerin erzählt, deren Mutter bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben gekommen ist. Regisseur und Autor Tom Sullivan wurde mit seinem Historienfilm "Monster" in den Wettbewerb geladen. Schließlich gehören zu den bekannt gegebenen Wettbewerbstitel noch der russische Beitrag "Through Black Glass" von Konstantin Lopushansky und Narges Abyars "When the Moon Was Full". Der iranische Filmemacher hat 2016 mit Breath" den Preis für die beste Regie in Tallinn gewonnen. Das gesamte Programm des Festivals, das von 15. November bis 1. Dezember stattfindet, wird am 24. Oktober bekannt gegeben.