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71. Emmys im Zeichen von "Fleabag"

Bei der Verleihung der 71. Primetime Emmy Awards am gestrigen Sonntagabend, gewann - wie erwartet - die finale Staffel "Game of Thrones" als beste Serie. In der Komödienkategorie holte sich Amazon mit Phoebe Waller-Bridges witziger Comedy Serie "Fleabag" die Trophäe und stach damit den Platzhirschen "Veep" aus, der wie "Game of Thrones" mit seiner finalen Staffel angetreten war. Ingesamt hatte HBO die Nase vorn mit den meisten Preisen.

23.09.2019 07:59 • von Barbara Schuster
Das Beten half offenbar: Phoebe Waller-Bridge kam mehrmals auf die Bühne (Bild: Amazon Studios)

Bei der Verleihung der 71. Primetime Emmy Awards am gestrigen Sonntagabend, gewann - wie erwartet - die finale Staffel "Game of Thrones" als beste Serie. In der Komödienkategorie holte sich Amazon mit Phoebe Waller-Bridges witziger Comedy Serie "Fleabag" die Trophäe und stach damit den Platzhirschen "Veep" aus, der wie "Game of Thrones" mit seiner finalen Staffel angetreten war. Waller-Bridges Serie sammelte sogar gesamt vier Emmy Awards ein - neben bester Comedy Serie für die schauspielerische Leistung, beste Regie und das beste Drehbuch - und galt als die große Sensation des Abends. Auch die Miniserie "Chernobyl" sahnte ab und wurde mit gesamt drei Auszeichnungen honoriert.

Ein Blick auf die meistbedachten Sender/Streamingservices zeigt, dass Bezahlsender HBO seinen angestammten ersten Platz wieder alleine für sich in Anspruch nehmen durfte, nachdem er ihn vergangenes Jahr mit Netflix teilen musste. Mit den bereits verliehenen Creative Arts Emmys sahnte HBO gesamt 34 Auszeichnungen ab; gefolgt von Netflix mit gesamt 27. Auf Platz drei folgt Amazon mit 15 Trophäen. Auch bei den Primetime Emmy Awards allein dominierte HBO mit 25 Preisen dank der mehrfach bedachten "Game of Thrones" und "Chernobyl" und ließ Netflix mit nur zwei Auszeichnungen weniger hinter sich.

Insgesamt dominierten - wie erwartet - "Game of Thrones" in der Drama-Kategorie mit gesamt zwölf Emmys, "The Marvelous Mrs Maisel" in der Komödienschiene mit gesamt acht und "Chernobyl" mit zehn Preisen (jeweils die Creative Arts Emmys eingerechnet).

Neben einigen Emmy-Wiederholungstätern - Peter Dinklage in der Nebendarsteller-Kategorie/Drama Serie, Bill Hader als bester Darsteller/Comedy Serie ("Barry") und Alex Bornstein als beste Nebendarstellerin/Comedy Serie ("The Marvelous Mrs. Maisel") - wurden auch viele neue Gesichter von der Television Academy bedacht. Hierzu zählen Emmy-Neulinge wie Jodie Comer, psychopathische Auftragskillerin aus "Killing Eve" (die u.a. Serienkollegin Sandra Oh ausstach), Craig Mazin für sein starkes Drehbuch von "Chernobyl", wie oben erwähnt Phoebe Waller-Bridge und Jharrel Jerome aus Ava DuVernays "When They See Us" als bester Darsteller in einer Miniserie/TV Movie.

Beste Darstellerin in der Kategorie Miniserie/TV Movie wurde Michelle Williams für "Fosse/Verdon". Jason Bateman feierte mit "Ozark" als bester Regisseur einer Serie einen schönen Erfolg, wobei die Serie selbst noch in der Nebendarstellerkategorie/Frauen mit Julia Garner erfolgreich war. Bateman war darüber hinaus auch als bester Darsteller/Drama Serie nominiert, wurde hier jedoch von Billy Porter ("Pose") geschlagen.

Alle Gewinner sind hier zu finden.

Morgen werden in New York noch die News & Documentary Emmy Awards vergeben. Hier darf der deutschen Produktion "The Cleaners" von der gebrueder beetz filmproduktion die Daumen gedrückt werden, die in der Kategorie "Outstanding Science and Technology Documentary" nominiert wurde. Christian Beetz freut sich: "Nach über 75 Festivals mit etlichen Auszeichnungen, dem Grimme Preis und den Prix Europa als bester europäischer Dokumentarfilm wäre der Emmy die internationale Krönung des Films."