Kino

Hessische Filmbranche verliert Vertrauen in Hans Joachim Mendig

Die Initiative HessenFilm, ein Zusammenschluss einiger Filmverbände in Hessen, hat den Aufsichtsrat der HessenFilm und Medien GmbH aufgefordert, möglichst schnell eine Klärung der "Causa Mendig" herbeizuführen. Ein vertrauensvolles Miteinander sei nach dem Treffen des HessenFilm-Geschäftsführers Hans Joachim Mendig mit dem AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und Mendigs Umgang mit der daraufhin aufkommenden Kritik nicht mehr zu erkennen.

19.09.2019 12:39 • von Jochen Müller
Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH (Bild: HessenFilm und Medien GmbH)

Für die Mitglieder der Initiative HessenFilm, zu der sich das Film- und Kinobüro Hessen, das Filmhaus Frankfurt, die AG DOK und die Vereinigung der Hessischen Filmwirtschaft zusammengeschlossen haben, ist ein vertrauensvolles Miteinander mit dem wegen eines Treffens mit dem AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und dem wiederholt durch rassistisch Äußerungen aufgefallenen PR-Berater Moritz Hunzinger in die Kritik geratenen Geschäftsführers der HessenFilm und Medien GmbH, Hans Joachim Mendig, nicht mehr möglich. Die Initiative fordert daher den Aufsichtsrat der HessenFilm und Medien GmbH einer Mitteilung zufolge auf, möglichst schnell eine Klärung mit Mendig herbeizuführen.

Aus Gründen der Fairness hätten Vertreter der Initiative selbst Mendig zunächst intern die Möglichkeit gegeben, Stellung zu beziehen. Dabei habe Mendig den Sachverhalt aber nicht aufgeklärt, sondern weiterhin darauf bestanden, dass das Treffen privater Natur gewesen sei.

Seit Bekanntwerden des Treffens am vergangenen Freitag sei jedoch nicht nur Mendig selbst, sondern auch dem Filmstandort Hessen ein erheblicher Imageschaden entstanden. Die Initiative HessenFilm befürchtet nun, dass die langjährigen Anstrengungen für die Fortentwicklung des Standorts "in einem negative Pressegewitter hinweggespült werden".