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Neue Preise beim DOK Co-Pro Market in Leipzig

35 Projekte sind aktuell für den Co-Pro Market des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm ausgewählt worden. Bei der zweitägigen Veranstaltung, auf der die Filmemacher*innen ihre Projekte potenziellen Finanziers und Koproduktionsfirmen vorstellen können, werden vier Preise vergeben - zwei davon zum ersten Mal.

19.09.2019 10:49 • von Jochen Müller
Brigid O'Shea, Leiterin von DOK Industry (Bild: DOK Leipzig 2016/ Maiju Saari)

Im Rahmen des DOK Co-Pro Markets, der am 28. und 29. Oktober, den ersten beiden Tagen des 62. Internationalen Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm, stattfindet, werden vier Preise vergeben - zwei davon zum ersten Mal. So hat das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst einen mit 5.000 Euro dotierten Preis für ein herausragendes Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin ausgelobt. Er wird ebenso erstmals vergeben wie der mit 1.000 Euro dotierte Entwicklungspreis an eine Dokumentarfilmemacherin, die an dem Trainingsprogramm "Circle Women Doc Accelerator" teilnimmt. Diesen Preis vergibt DOK Leipzig zusammen mit dem European Women's Audiovisual Network.

Die beiden anderen Preise des DOK Co-Pro Markets werden jeweils zum zweiten Mal vergeben; eine Gewinnerin steht auch schon fest. Die südafrikanische Regisseurin und Produzentin %Godisamang Khunou% erhält den vom Zonta Club Leipzig Elster gestifteten Zonta Club Leipzig Elster Female Talent Development Prize, der ein Reisekostenstipendium von bis zu 1.000 Euro beinhaltet. Damit wird es der Gewinnerin ermöglicht, ihr Projekt "Black Women and Sex" auf dem DOK Co-Pro Market vorzustellen. Ebenfalls zum zweiten Mal vergeben wird der mit 2.000 Dollar dotierte Current Time TV and DOK Co-Pro Development Prize an ein Dokumentarfilmprojekt aus Ost- oder Mitteleuropa. Ihn vergibt DOK Leipzig zusammen mit dem russischsprachigen Sender Current Time TV.

Für den DOK Co-Pro Market, in dessen Rahmen die Filmemacher*innen in rund 900 Einzeltreffen Kontakte mit Finanziers und Koproduktionsfirmen knüpfen können, sind insgesamt 309 Projekte eingereicht worden, aus denen jetzt 35 Projekte ausgewählt wurden. "Ohne übertreiben zu müssen, kann ich sagen, dass die Qualität der diesjährigen Einreichungen extrem hoch war, wodurch uns die Entscheidung über die Endauswahl extrem schwer gefallen ist", betont Brigid O'Shea, Leiterin von DOK Industry.

Die Filme des 15. DOK Co-Pro Markets im Überblick