Festival

Quantensprung für up-and-coming-Filmfestival

Für das von 21. bis 24. November in Hannover zum 15. Mal stattfindende Nachwuchsfilmfestival sind in diesem Jahr mehr als 4.000 Filme eingereicht worden. Angesichts der enorm gestiegenen Zahl der Einreichungen, aus der die Vorauswahljury das Programm des Festivals zusammenstellt, stellt sich für Festivalleiter Burkhard Inhülsen die Frage, ob das Ende der Fahnenstange jetzt erreicht ist.

18.09.2019 10:44 • von Jochen Müller

Für das up-and-coming-Filmfestival, das von 21. bis 24. November in Hannover zum 15. Mal stattfindet, sind zum Ende der Bewerbungsphase 4.017 Bewerbungen aus 122 Ländern eingereicht worden. Ein "Quantensprung" zu den bisher an die 3.000 Filme, die die Vorauswahljury in den Vorjahren jeweils zu sichten hatte, wie Festivalleiter Burkhard Inhülsen betont. Dies werfe die Frage auf, ob das "Ende der Fahnenstange" nun erreicht sei, so Inhülsen.

Unter den Einreichungen befinden sich einer Festivalmitteilung zufolge erstmals Filme aus Paraguay, Antigua, Syrien oder Brunei. Die Arbeiten stammen von Studierenden von 32 deutschen und 78 internationalen Filmhochschulen. Hinzu kommen 85 Schulen aus ganz Deutschland, die sich für den Bundes-Schülerfilm-Preis beworben haben. Dieser wird zum Abschluss des Festivals zusammen mit dem Deutschen Nachwuchsfilmpreis und dem International Young Filmmakers Award vergeben.

Für den Deutschen Nachwuchsfilmpreis haben neben Studierenden so gut wie aller deutschen Filmhochschulen auch zahlreiche junge Talente ihre Werke eingereicht; besonders stark vertreten sei nach Angaben des Festivals in diesem Jahr die Gruppe der 16- bis 17-Jährigen. "Sämtliche Genres, jedoch auffallend viele Satiren oder Komödien, und alle Längen sind vertreten. Besonders häufige Themen der filmisch erzählten Geschichten sind Misskommunikation in der Smartphone-Welt, Datenklau, Depression oder Mobbing", so Festivalleiter Burkhard Inhülsen.

Die digitale Lebensrealität der Filmemacher*innen ist auch ein zentrales Thema der für den internationalen Wettbewerb eingereichten Werke. Ebenfalls häufig vertreten sind Themen wie Frauenrechte, Krieg sowie LGBTQ-, Beziehungs- und Außenseiterthemen. Auffallend sei laut Inhülsen die Vielfalt der Erzählansätze: "Viele der internationalen Einreichungen sind Essay- oder Kunstfilme, in denen die Macher*innen erstaunlich gekonnt mit den Formen spielen."

Das Programm für das up-and-coming-Filmfestival wird Ende Oktober bekannt gegeben. Weitere Informationen unter www.up-and-coming.de.