Kino

"Schwestern Gusmão" geht ins Oscarrennen

"Systemsprenger" bekommt weitere Konkurrenz im Oscarrennen. U.a. deutsche Koproduktionen aus Brasilien und Kolumbien.

28.08.2019 10:26 • von Heike Angermaier

Systemsprenger" bekommt weitere Konkurrenz im Oscarrennen. Brasilien schickt das in den Fünfzigern spielenden Melodrama nach Romanvorlage, Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão ", von Karim Ainouz an die Academy. Die Koproduktion der deutschen Pola Pandora gewann beim Filmfest München den erstmals vergebenen CoPro Award und zuvor den Hauptpreis des Un certain regard in Cannes. Sie startet über Piffl zu Weihnachten in den deutschen Kinos. Zuletzt wurde aus Brasilien Walter Salles' Central Station" als bester nicht-englischsprachiger Film von der Academy nominiert.

Kolumbien reicht Alejandro Landes' in Sundance und auf lateinamerikanischen Festivals ausgezeichnetes abenteuerliches Drama um Kindersoldaten, die im Dschungel auf eine Geisel aufpassen sollen, Monos", bei der Academy ein. Pandora ist deutscher Koproduzent. Zuletzt wurde Ciro Guerras Der Schamane und die Schlange" aus Kolumbien nominiert.

Weitere Neuzugänge im Rennen um eine Nominierung als bester internationaler Film sind Mohamede Ben Attias Drama aus dem Jahr 2018, "Weldi" ("Dear Son"), aus Tunesien und der Dokumentarfilm "Land des Honigs" aus Nordmazedonien. Die Arbeit des Regieduos Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov war in Sundance erfolgreich, befindet sich auf der Shortlist für den Europäischen Filmpreis, und läuft Ende November auch im deutschen Kino.

Die Nominierungen für die Oscarverleihung am 9. Februar werden am 13. Januar bekannt gegeben.