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ZDF zieht Schlussstrich unter die älteste "Soko"

Nach 41 Jahren verschwindet München von der "Soko"-Landkarte. Der Dino muss den beiden jüngsten Formaten der Krimireihe weichen,

23.08.2019 19:32 • von Frank Heine
Das Team der "Soko München" geht bis Ende 2020 auf Abschiedstour (Bild: ZDF)

Bereits vor einigen Monaten hatte Fernsehfilmchef Frank Zervos in einem Interview mit "dwdl" angekündigt, dass den neuen "Soko"-Serien aus Hamburg und Potsdam eines der etablierten Formate würde weichen müssen. Seit heute besteht Gewissheit. Das ZDF schließt den Standort München und stellt die von der UFA produzierte Soko München" zum Jahresende ein. Den Sendeplatz am Montag um 18.00 Uhr teilen sich ab 2021 die Soko Potsdam", eine Produktion von Bantry Bay und Soko Hamburg", eine weitere Produktion der Sendertochter Network Movie, die von ihrem Stammsitz aus auch für Soko Köln" verantwortlich zeichnet. Die letzten neuen Folgen der "Soko München", die bis 2015 unter dem Originaltitel "Soko 5113" firmierte, werden Ende 2020 ausgestrahlt. Der UFA bleibt zum Trost die am Hauptabend, freitags um 21 Uhr ausgestrahlte Soko Leipzig".

"Zur Modernisierung des Programmangebots gehört die Entwicklung von Neuem, aber auch der Abschied von liebgewonnenen Formaten", begründete ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler den Schritt und fand dabei anerkennende Worte für den Dino: "Die Münchner 'Soko' ist ein Stück deutscher Fernsehgeschichte, für das wir allen Beteiligten sehr dankbar sind." Dabei erinnerte Himmler an Schauspielgrößen wie Werner Kreindl und Wilfried Klaus aus der Originalbesetzung bis zum aktuellen "Soko"-Chef Gerd Silberbauer.

Am 2. Januar 1978 ging die Krimiserie als "Soko 5113" erstmals auf Sendung. Mit den weiteren Ablegern in Leipzig, Köln, Stuttgart, Wismar, Kitzbühel, Wien und seit dem vergangenen Jahr in Potsdam und Hamburg ist sie eine wesentliche Säule, die zur alljährlichen Marktführerschaft des Mainzer Senders beiträgt.