Kino

Koch Films übernimmt KSM

Durch die Übernahme des Independent-Filmverleihers KSM will die Koch Media Gruppe dem Filmbereich im Konzern ein größeres Gewicht verleihen.

14.08.2019 09:05 • von Jochen Müller
Jochen Walter, Benjamin Krause und Stefan Kapelari (v.l.n.r.) nach der Unterzeichnung der Übernahmevereinbarung (Bild: Koch Films)

Koch Films übernimmt den in München und Wiesbaden angesiedelten Independent Filmverleih KSM. Dessen Geschäftsführer Benjamin Krause zieht sich mit sofortiger Wirkung "vollumfänglich", wie es in einer Pressemitteilung heißt, zurück und übergibt die Geschäftsführung an die Koch-Films-Geschäftsführer Jochen Walter und Stefan Kapelari.

Zu diesem Entschluss sagt Benjamin Krause: "Ich habe mich nach nunmehr 17 Jahren der ununterbrochenen Aufbauarbeit dazu entschlossen, etwas anderes anzufangen. Ich übergebe die KSM in einer Phase, in der sie hervorragende wirtschaftliche Erfolge verbucht. Es freut mich sehr, mit Koch Films und der traditionell vermarktungsstarken Koch Media Gruppe einen Partner gefunden zu haben, der in der Lage ist, die positive Entwicklung fortzusetzen. Ich möchte mich bei dem gesamten KSM Team von ganzen Herzen für den unermüdlichen Einsatz bedanken."

Zu den Beweggründen der KSM-Übernahme erklärt Stefan Kapelari: "Wir freuen uns sehr, das Team der KSM in der Koch Media Gruppe begrüßen zu können und mit der Übernahme dem Filmbereich im Konzern mehr Gewicht zu verleihen. Wir schätzen die KSM durch ihre Dynamik und ihre hervorragende Positionierung im digitalen Marktsegment sowie in dem für uns strategisch wichtigen Anime Markt. Die Koch Media Gruppe ist als Games Vermarkter, aber auch als Filmvertrieb in Italien sehr erfolgreich mit japanischen Titeln - wir erwirtschaften einen wesentlichen Umsatzanteil mit derartigen Produktionen und kennen die Zielgruppen sehr gut."

Jochen Walter ergänzt: "Durch diese Akquisition erweitern wir unser Portfolio in Deutschland und fügen das Anime-Segment hinzu. Sowohl im Digital als auch im klassischen Home-Video-Markt erhöhen wir dadurch unsere Präsenz. Wir sind überzeugt, dass wir in der neuen Konstellation unsere Stärken in Vermarktung und Vertrieb noch besser nutzen und den aktuellen Anforderungen des Marktes künftig sehr gut gerecht werden können."