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Constantin Medien AG vor Rückzug von der Börse

Vorstand und Aufsichtsrat der Constantin Medien AG haben den Aktionären jetzt empfohlen, das Delisting-Erwerbsangebot des Mehrheitsgesellschafters Highlight Communications AG anzunehmen.

08.08.2019 15:22 • von Jochen Müller
Olaf Schröder, Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG (Bild: Constantin Medien AG)

Noch bis zum 28. August können die Aktionäre der Constantin Medien AG der jetzt von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgten Empfehlung folgen und das am 31. Juli vorgelegte Delisting-Erwerbsangebot der Highlight Communications AG, mit knapp 80 Prozent Mehrheitseigentümer des Unternehmens, annehmen. Wie die Constantin Medien AG heute mitteilt, beabsichtige der Vorstand der Constantin Media AG, noch vor Ablauf dieser Frist bei der Frankfurter Börse einen Antrag auf Widerruf der Zulassung zum regulierten Markt zu stellen.

Wie es in einer gemeinsamen Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat heißt, könne durch eine Widerruf dieser Börsenzulassung "ein erheblicher Betrag" eingespart werden, da neben den Notierungsgebühren auch die Aufwendungen beispielsweise im Rahmen der Publizitätspflichten wegfielen. Ein Delisting vom regulierten Markt der Frankfurter Börse sei auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich derzeit nur 17,4 Prozent der Aktien im Streubesitz befänden und die Relevanz der öffentlichen Aktienmärkte als Finanzierungsquelle für die Constantin Medien AG damit relativ gering sei. Die Ressourcen, die der regulatorische Aufwand einer Börsenzulassung intern bindet, könnten nach Ansicht von Unternehmensvorstand und Aufsichtsrat vor diesem Hintergrund effizienter eingesetzt werden.

Ferner stufen Unternehmensvorstand und Aufsichtsrat den in dem Delisting-Erwerbsangebot genannten Preis pro Aktie von 2,30 Euro je Aktie als "angemessen" ein. An der Frankfurter Börse war die Aktie der Constantin Media AG heute Vormittag zu einem Preis von 2,29 Euro gehandelt worden.