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ProSiebenSat.1 bleibt auf Kurs

Bei der heutigen Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal bzw. das erste Halbjahr 2019 hat ProSiebenSat.1 seine Jahresziele bestätigt.

07.08.2019 09:39 • von Jochen Müller
Max Conze, Vorstandsvorsitzender ProSiebenSat.1 (Bild: ProSiebenSat.1)

Im Hinblick auf die ausgegebenen Zielvorgaben für das Geschäftsjahr 2019 - Umsatzplus im mittleren einstelligen Bereich sowie eine adjusted-Ebitda-Marge zwischen 22 und 25 Prozent - sieht sich ProSiebenSat aktuell weiterhin auf Kurs. Das verdeutlichte der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns, Max Conze, bei der heutigen Präsentation der Geschäftszahlen für das zweite Quartal bzw. das erste Halbjahr 2019. Demnach stieg der Quartalsumsatz um vier Prozent auf 947 Mio. Euro an. Ein vierprozentiger Umsatzrückgang im Entertainment-Segment konnte im zurückliegenden Quartal durch jeweils zweistellige Zuwächse in den Bereichen Content Production & Global Sales bzw. Commerce mehr als ausgeglichen werden.

Im digitalen und smarten Werbegeschäft von ProSiebenSat.1 lagen die Umsätze nach den heute bekannt gegebenen Zahlen um 26 Prozent über denen des Vorjahresquartals, wodurch ein Minus von drei Prozent sowie die Entkosolidierungen des VoD-Portals maxdome und des Online-Fitness-Anbieters 7NXT aber nicht ganz kompensiert werden konnten, so dass der Umsatz im Entertainment-Segment von ProSiebenSat.1 bei vier Prozent lag. Die ProSiebenSat.1-Sender erzielten im zweiten Quartal einen 14/49-Marktanteil von 28,4 Prozent; der beste Wert für ein zweites Quartal seit vier Jahren. Die lineare Reichweite war jedoch rückläufig - im Gegensatz zur Gesamtsumme der gesehenen Minuten auf allen linearen und digitalen Entertainment-Plattformen des Konzerns, die von 256 Mrd. Minuten auf 257 Mrd. Minuten leicht anstieg.

Das Segment Content Production & Global Sales profitierte vor allem von einem erneut starken Produktionsgeschäft der Red Arrow Studios in Deutschland, den USA und Großbritannien mit Formaten wie "First Responders Live" (für Fox USA), "The Weekly" (für FX/Hulu) und "Vienna Blood" (für ORF/ZDF) und konnte seinen Umsatz um 28 Prozent steigern.

Um 18 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals lagen die Erlöse im Commerce-Geschäft von ProSiebenSat.1, wobei sich Konzernangaben zufolge vor allem die Zahlen in den Bereichen Erlebnisse sowie Beauty & Lifestyle positiv entwickelt hätten.

Bedingt durch Investitionen innerhalb des Entertainment-Geschäfts sowie niedrigere Werbeeinahmen lag das adjusted Ebitda von ProSiebenSat.1 im zurückliegenden Quartal mit 213 Mio. Euro zwar im Rahmen der Erwartungen, aber doch um 18 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der bereinigte Konzernüberschuss ging um 38 Prozent auf 85 Mio. Euro zurück.

Im ersten Halbjahr 2019 erzielte ProSiebenSat.1 einen Umsatz von 1,86 Mrd. Euro, ein Plus von vier Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Das adjusted Ebitda ging um zwölf Prozent auf 403 Mio. Euro zurück, der bereinigte Konzernumsatz lag mit 179 Mio. Euro um 22 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Vorstandsvorsitzende Max Conze erklärte bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen: "Wir sind weiter voll auf die Umsetzung unserer Strategie fokussiert und haben zuletzt wichtige Meilensteine erreicht: Unsere Plattform Joyn ist im Juni erfolgreich gestartet - wir haben hier inzwischen bereits über 3,8 Mio monatliche Nutzer über alle Geräte, das ist viermal so viel wie beim Vorgänger 7TV. Gleichzeitig beginnen unsere Investitionen in lokale Inhalte zu wirken: Gerade erst hat unsere Show 'The Masked Singer' ganz Deutschland in ihren Bann gezogen. Beim Finale haben wir mit 38,1 Prozent den besten ProSieben-Marktanteil in der Prime-Time seit 2010 geknackt. Im zweiten Quartal waren unsere Zuschauermarktanteile die besten seit vier Jahren und unsere digitale Viewtime wächst weiter zweistellig. Damit haben wir es geschafft, im zweiten Quartal den Rückgang der linearen Reichweite mehr als auszugleichen. Diese Investitionen wirken sich nun im adjusted EBITDA aus - eine geplante und bewusste Entscheidung, in die Zukunft von ProSiebenSat.1 zu investieren. Wir sind überzeugt, dass sich das auszahlen wird und wir mit unserer Strategie, auf lokale Inhalte und digitale Verbreitung zu setzen, auf dem richtigen Weg sind."