Kino

BFFS wird Mitgesellschafter der GVL

Neben den Gründungsmitgliedern Deutsche Orchestervereinigung und Bundesverband Musikindustrie ist der Bundesverband Schauspiel jetzt Mitgesellschafter der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten. Damit will der BFFS seinen Einfluss innerhalb der Gesellschaft erhöhen und die Künstlerrechte stärken.

06.08.2019 13:43 • von Jochen Müller
BFFS-Vorstand Till Völger (Bild: Kornelia Boje)

Der Bundesverband Schauspiel (BFFS) ist neuer Mitgesellschafter der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), die vor 60 Jahren von den weiteren beiden Gesellschaftern, der Deutschen Orchestervereinigung und dem Bundesverband Musikindustrie, gegründet worden war. Wie der BFFS heute mitteilt, habe man vor dem Hintergrund, dass die Gruppe der Schauspielerinnen und Schauspieler in der GVL im Verhältnis zum viel größeren Musikbereich innerhalb der GVL eine Minderheit bilde, neben der Interessensvertretung durch die Delegierten schon seit Jahren das Ziel verfolgt, dort Mitgesellschafter zu werden, um den Einfluss innerhalb der Gesellschaft zu erhöhen und die Künstlerrechte zu stärken.

Entscheidende Schritte auf diesem Weg seien die Reform des Rechts der Verwertungsgesellschaften im Jahr 2016 sowie die Fusion des BFFS mit dem InteressenVerband Synchronschauspieler (IVS) im vergangenen Jahr gewesen.

"Das Stimmgewicht der Schauspielerinnen und Schauspieler in der GVL bleibt zwar trotz der Stellung des BFFS als Mitgesellschafter weiterhin ein geringes. Trotzdem ist unsere Mitsprachemöglichkeit jetzt erhöht", betont BFFS-Vorstand Till Völger, der dem GVL-Beirat seit 2014 als Delegierter angehört.

Wie der BFFS in einer Mitteilung betont, habe man über die Delegierten in den vergangenen Jahren bereits maßgebliche Verbesserungen für Schauspielerinnen und Schauspieler erzielen können. So habe durchgesetzt werden können, dass die GVL-Schwestergesellschaft in Österreich jetzt auch den Synchronbereich vergütet (wir berichteten), und die Wertungskriterien im Verteilungsplan dahingehend angepasst wurden, dass sie sich stärker an der Branchenrealität orientieren.

Völger zeigt sich zuversichtlich, dass der BFFS als Mitgesellschafter den Einfluss innerhalb der GVL erhöhen und weitere Erfolge für Künstlerinnen und Künstler erzielen kann. "Höchste Priorität hat dabei natürlich, dass eine valide Regelmäßigkeit bei den Verteilungen erreicht wird, die dem Interesse der Kreativen an einer zeitnahen Vergütung entspricht", so Völger abschließend.

Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI): "Willkommen im Kreis der Gesellschafter! Die GVL spielt im Kosmos der Kreativen und ihrer Partner eine wichtige Rolle, esgibt viel zu tun und ich freue mich, künftig auch den BFFS mit seiner Expertise an der Seite zu haben."