Festival

DOK Leipzig schafft Raum für Debatten

DOK Leipzig hat für seine kommende Runde, die vom 28. Oktober bis 3. November stattfindet, erste Programmpunkte angekündigt.

06.08.2019 14:21 • von Barbara Schuster
Leena Pasanen verabschiedet sich von Leipzig (Bild: DOK Leipzig / Susann Jehnichen)

DOK Leipzig hat für seine kommende Runde, die vom 28. Oktober bis 3. November stattfindet, erste Programmpunkte angekündigt.

Zunächst kündigt das Festival an, mehr Raum für Debatten schaffen zu wollen. Aus diesem Grund wird im Herbst ein zweitägiges Symposium mit Titel "Wem gehört die Wahrheit?" abgehalten, in dem die Facetten des filmischen Umgangs mit dem politischen Gegner in den Blick genommen werden soll. Unterstützung erhält die für den 31. Oktober/1. November anberaumte Veranstaltung von der Bundeszentrale für politische Bildung.

"Während der vergangenen Festivalausgaben gab es hitzige Debatten darüber, welche die 'richtige' Herangehensweise an Dokumentarfilme sei, deren Protagonisten nicht das eigene Wertesystem teilen", erklärt Festivalleiterin Leena Pasanen, die mit der diesjährigen Runde ihren Abschied von Leipzig feiert (wir berichteten). "Die Diskussionen waren von einer großen Sorge begleitet, dass sich Filmemacher mit den Protagonisten gemein machen würden. Es entstand ein regelrechtes Ringen um die Wahrheit. Deshalb machen wir den Titel des Symposiums auch zum Leitspruch der diesjährigen Festivalausgabe. Unter dem Slogan 'Wem gehört die Wahrheit?' wollen wir auch weitere Filme des Festivals befragen und in Filmgesprächen mit dem Publikum diskutieren". Die Filme des Symposiums stellen zugleich eine der Sonderreihen des diesjährigen Festivals dar, das am 28. Oktober startet.

Während DOK Leipzig die diesjährige Hommage dem Filmschaffen der in Singapur ansässigen Regisseurin Tan Pin Pin widmet, bezieht sich die Retrospektive auf "40 Jahre Doppelstaatlichkeit von 1949 bis 1989". Kroatien steht im Mittelpunkt des Länderfokus. Und die traditionsreiche DEFA-Matinée ist 2019 dem Essayfilmer Eduard Schreiber gewidmet. Mehr Infos unter www.dok-leipzig.de.