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Aktionäre machen Weg für KKR-Einstieg bei Springer frei

Bis Ablauf der Frist hatten mehr als 20 Prozent der Aktionäre der Axel Springer SE das Übernahmeangebot von KKR angenommen. Dies hatte der US-Finanzinvestor zur Bedingung für einen Einstieg bei dem Berliner Medienkonzern gemacht gehabt.

06.08.2019 08:33 • von Jochen Müller
Auch nach dem Einstieg von KKR behält der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner seine Anteile an der Axel Springer SE (Bild: Axel Springer SE)

Vorbehaltlich der Genehmigungen durch Bundeskartellamt und Medienbehörden wird der US-Investor KKR bei der Axel Springer SE einsteigen. Wie das Unternehmen jetzt bekannt gab, hatten mehr als 20 Prozent der Springer-Aktionäre das Übernahmeangebot zum Preis von 63 Euro pro Aktie bis zum Ablauf der Frist am vergangenen Freitag angenommen; dies hatte KKR zur Bedingung für eine auf fünf Jahre ausgelegte strategische Beteiligung an dem Berliner Medienkonzern gemacht gehabt (wir berichteten). Die übrigen Aktionäre haben nun weitere 14 Tage Zeit, das Angebot anzunehmen.

"Das ist ein wichtiger Meilenstein für unsere geplante strategische Partnerschaft mit KKR. Wir werden so zusätzliche Chancen nutzen können und unsere Wachstums- und Innovationsstrategie beschleunigen", erklärte der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner, der laut einer Vereinbarung mit KKR seinen 2,8-prozentigen Anteil ebenso behalten wird wie Friede Springer ihren 42,6-prozentigen.

Wie eine KKR-Sprecherin gegenüber dem "Spiegel" erklärte, dauern Engagements des Investors bei einem Unternehmen im Durchschnitt fünf bis sieben Jahre. So war KKR von 2006 bis 2013 an ProSiebenSat1 beteiligt gewesen.

Aktuell plant KKR derzeit in Deutschland auch ein unabhängiges Filmunternehmen unter der Führung von CEO Fred Kogel, unter dessen Dach die Tele München Gruppe, Universum Film, i&u TV und Wiedemann & Berg Film zusammengefasst werden sollen.