Kino

Kinofest im August angestrebt

Auf der Filmmesse Köln wurden erste Planungsdetails zur bundesweiten Kinofest-Premiere im kommenden Jahr bekannt gegeben, die sich nun über drei Tage erstrecken soll. Für die Festlegung eines konkreten Termins reichte es am Ende allerdings noch nicht.

07.08.2019 16:31 • von Marc Mensch
Martin Turowski, Mychael Berg und Michael Kaus-Brieger brachten die Kinobetreiber in Köln auf den neuesten Stand (Bild: MM)

Wo das Kino so sehr gefeiert wird wie bei der Filmmesse, darf natürlich auch Neues zum bundesweiten Kinofest nicht fehlen - und tatsächlich war ein Slot zu diesem geplanten Event ja schon vor geraumer Zeit angekündigt worden. Beim heutigen Termin wurden die Fachbesucher hinsichtlich der Planungen nun auf den neuesten Stand gebracht. Einen Stand, der einmal mehr unterstreicht, wie engagiert die Branche bei den Vorbereitungen agiert - und mit "die Branche" sind tatsächlich Kinos wie Verleiher (und diverse Dienstleister bzw. Agenturen, allen voran S&L) gleichermaßen gemeint.

Damit zum wichtigsten Punkt: dem Termin. Wie bereits berichtet, wurde in diesem Jahr ein Sonntag Mitte September ins Auge gefasst, allerdings handelte es sich dabei von vornherein um keinen echten Wunsch-, sondern einen der Kurzfristigkeit der Planung geschuldeten Kompromisstermin, der unter anderem bei der AG Kino-Gilde wegen der unmittelbaren Nähe zur Filmkunstmesse und dem European Art Cinema Day nicht auf ungeteilte Gegenliebe stieß. Mit mehr Zeit zur Vorbereitung wurde auch der Termin noch einmal neu diskutiert - und der von Mychael Berg und HDF-Vorstand Martin Turowski begleitete Entscheiderbeirat um Hooman Afshari (in Vertretung von Kalle Friz), Christian Bräuer, Vincent Bresser, Oliver Koppert, Uwe Lucas (in Vertretung von Paul Steinschulte), Günther Mertins, Christoph Ott, Gregory Theile und Tim van Dyk griff nicht zuletzt Anregungen aus den Arbeitstreffen auf, indem er sich bei der Suche auf das Umfeld der Sommerferien fokussierte. Ziel dabei war auch, die Möglichkeiten, die die schulfreie Zeit dem Publikum bietet, in die Programmgestaltung mit einfließen lassen zu können. Gleichzeitig wandte man sich wieder der Idee eines mehrtägigen Events zu, schließlich war auch der für 2019 vorgesehene einzelne Tag erst einmal nur ein Kompromiss in Form eines "soften Starts".

Nun also soll es 2020 tatsächlich ein dreitägiger Zeitraum werden, der sich von Samstag bis einschließlich Montag erstreckt. Womit man sich nicht nur die Vorteile des Wochenendes zunutze machen, sondern auch einen traditionell eher besucherschwachen Tag mitziehen und entsprechend aufwerten will. Ursprünglich wollte man in Köln auch ein konkretes Datum bekannt geben, indes gestalten sich die dafür im Hintergrund notwendigen Abstimmungen bekanntermaßen komplex - auch weil man nicht nur für ein Jahr plant, sondern, wie Martin Turowski betonte, für eine dauerhaft zu etablierende Veranstaltung. Mychael Berg betonte in Köln dabei erneut, dass größtmögliche Einigkeit angestrebt sei, was natürlich insbesondere auch Rücksicht auf die Startpläne der Verleiher umfasst. Insofern musste es bei der Absichtserklärung bleiben, das Kinofest in den August zu legen.

Der Eintrittspreis soll - wie schon ursprünglich geplant - einheitlich fünf Euro pro Besucher, unabhängig vom Alter, betragen und in der Bewerbung des Kinofestes eine zentrale Rolle spielen. Verzichtet wird hingegen auf die Festlegung (und entsprechende Bewerbung) eines bundesweit einheitlichen Concessions-Menüs. Ausschlaggebend hierfür war, dass die Concessions-Angebote letzten Endes doch je nach Standort zu unterschiedlich sind, als dass sich an dieser Stelle eine vergleichbare Vereinheitlichung wie beim Eintrittspreis umsetzen und damit kommunizieren ließe. Einigkeit besteht in den Planungsgruppen allerdings hinsichtlich der Ansicht, dass alle teilnehmenden Kinos ein vergünstigtes Concessions-Angebot zum Kinofest machen sollen, das dann jeweils vor Ort konkret beworben wird. Anregungen und Ideen sind nach wie vor ausdrücklich willkommen, (potenzielle) Unterstützer des Kinofestes können sich unter mail@daskinofest.de melden.