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Max Conze: "Sinkende Reichweite kann ausgeglichen werden"

In einem Interview mit der Zeitschrift "Wirtschaftswoche" sieht sich ProSiebenSat.1-Chef Max Conze darin bestärkt, mit der Plattform Joyn den richtigen Ansatz gefunden zu haben.

23.07.2019 09:41 • von Jörg Rumbucher
ProSiebenSat.1-Chef Max Conze (Bild: ProSiebenSat.1)

In einem Interview mit der Zeitschrift "Wirtschaftswoche" erklärte ProSiebenSat1-Vorstandsvorsitzender Max Conze mehr als zuversichtlich, auch unter dem Druck von Global Playern wie Netflix erfolgreich sein zu können: "Wir kombinieren die Stärken des linearen Fernsehens mit den Stärken nicht-linearer Streaming-Angebote. Zwei Modelle in einem sind stärker als eines je sein kann. Wir machen mit Herzblut Programm - ein Programm, das unsere Zuschauer überall und jederzeit anschauen können und das wir vorwiegend mit Werbung finanzieren. Denn der Werbemarkt in seiner Gesamtheit ist nach wie vor sehr gesund. Viele Leute in Deutschland sagen, das Fernsehen sei tot - das ist nicht richtig. Richtig ist, dass sich die Art ändert, wie wir fernsehen."

Auf Basis eines Angebots wie der erst kürzlich gestarteten Plattform Joyn sei es Conze zufolge möglich, "sinkende Reichweite im klassischen Fernsehen nahezu auszugleichen". Eine Plattform wie Joyn innerhalb eines Jahres an den Start zu bringen, sei in Europa unvergleichlich. Zudem kann sich Conze vorstellen, das Projekt Joyn "in einen breiten europäischen Kontext übertragen" zu können. Etwa dadurch, indem man Lizenzen vergebe oder mit Partnern nationale Versionen in anderen Ländern aufbaue.

Zu Mitbewerbern wie Netflix und Co. erklärte Conze: "Auch reine Streaming-Dienste werden ihren Höhepunkt im Hype-Cycle eines Tages überschritten haben."