TV

BBC und iTV vereinbaren BritBox-Einführung

Gegen Ende des Jahres werden die Sender iTV und BBC ihren Streamingdienst BritBox in Großbritannien starten. Das gaben die Joint Venture-Partner bekannt.

22.07.2019 17:36 • von Jörg Rumbucher
Eine der erolgreichsten iTV-Serien der letzten Jahre: "Broadchurch" (Bild: ZDF)

In den USA und Kanada gibt's ihn schon, im Vereinigten Königreich kurioserweise noch nicht. Doch jetzt haben iTV und die BBC eine Vereinbarung geschlossen, wonach im Laufe des vierten Quartals der Streamingdienst BritBox auch in Großbritannien starten soll.

Demnach sollen zahlreiche Inhalte von iTV und BBC nach ihrer Ausstrahlung im regulären Fernsehen auf BritBox eingestellt werden sollen. Allerdings erst dann, wenn sie nicht mehr in den jeweiligen Mediatheken iPlayer (BBC) und iTV Hub zu sehen sind. Untersuchungen hätten ergeben, dass es für einen weiteren SVoD-Anbieter, der sich auf britisches Programm konzentriert großes Interesse unter britischen Konsumenten gebe. Verbraucher seien bereit, sich zu den bereits bestehenden Abos, mit BritBox ein weiteres hinzuzufügen.

Das Angebot soll 5,99 britische Pfund (etwa 6,70 Euro) pro Monat kosten und ist werbefrei.

Gezeigt werden bekannte Serien wie "Happy Valley" und "Broadchurch"; geplant seien aber auch Eigenproduktionen, die ausschließlich auf BritBox zu sehen wären. Eine erste Serie soll in Kürze in Auftrag gegeben werde, um sie im Laufe des nächsten Jahres zur Verfügung stellen zu können.

Carolyn McCall, CEO iTV, erklärte in einem Statement: "Die Vereinbarung zur Einführung von BritBox ist ein Meilenstein. Subscription Video on Demand erfreut sich bei Verbrauchern zunehmender Beliebtheit, die es lieben zu sehen, was sie wollen, und wann sie es wollen." Und: Mit BritBox werde man eine neue Einnahmequelle für frei zugängliche TV-Sender schaffen.

Offen bleibt, wann Erfolgsserien wie "Poldark" und aktuell "Killing Eve" gezeigt werden können. "Poldark"-Staffeln werden beispielsweise zwar auf BBC One regelmäßig erstausgestrahlt; die SVoD-Rechte liegen allerdings derzeit bei Netflix. Erst im Februar startete dort die dritte Staffel.

Branchenkenner sind auch deswegen gegenüber dem Projekt skeptisch, weil noch nicht absehbar sei, wie gut ein öffentlich-rechtlicher Sender und ein privat geführtes Sendernetzwerk wie iTV miteinander kooperieren können.