Festival

"Filmfestivals müssen stärker berücksichtigt werden"

Mit klaren Forderungen zur Novellierung des Filmförderungsgesetzes hat die Anfang Juli gegründete AG Filmfestival ihre Arbeit aufgenommen.

22.07.2019 12:31 • von Marc Mensch
Am 4. Juli fand ein erstes Treffen in Kassel statt (Bild: Anja Köhne, Kassel)

Unter dem Dach der Anfang des Monats gegründeten AG Filmfestival haben sich mehr als 60 deutsche Festivals zusammengeschlossen, um sich "untereinander zu vernetzen, bessere Bedingungen für Filmfestivals in Deutschland zu schaffen und gemeinsam mit den Filmschaffenden und anderen Verbänden Filmkultur zu stärken und zu fördern". Nach Ansicht der Initiatoren stellen Festivals "eine in Umfang und Wirkung ernstzunehmende Auswertung deutscher Filme im Kino dar", ihr Anteil an der Kinoauswertung deutscher Produktionen werde sich in Zukunft noch weiter erhöhen. Ergo käme den Filmfestivals "zentrale Bedeutung" beim Bemühen zu, die Kinoauswertung deutscher Filme attraktiver zu machen.

Im Nachgang eines ersten Zusammentreffens am 4. Juli hat die AG Filmfestival auch eine Stellungnahme zum Filmförderungsgesetz formuliert, aus deren Präambel man auszugsweise zitiert: "Die Novellierung des FFG muss die Frage beantworten, wie das Kino als Auswertungsort von Filmen aufgewertet werden kann und welchen Stellenwert das Kino im Spektrum der Auswertungszusammenhänge künftig noch einnehmen soll. Filmfestivals tragen überdies zur sozialen Aufwertung von Kinoräumen erheblich bei. Kinos profitieren in der Folge auch durch Kinopreise mittelbar von der Durchführung von Filmfestivals. Bei der Novellierung des Filmförderungsgesetzes aber wurde deren Stimme bislang gar nicht gehört. Filmfestivals müssen im FFG künftig stärker berücksichtigt werden, auch wenn ihre Sichtweise mit den Herstellern und Kinobetreibern viele Berührungspunkte aufweist." In die Liste der öffentlich einsehbaren Stellungnahmen zum FFG (Sie finden diese hier) wurde jene der AG Filmfestival bislang noch nicht aufgenommen.