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Brüssel bewilligt Unitymedia-Übernahme durch Vodafone

Die EU-Wettbewerbskommission erteilte den Übernahmeplänen von Vodafone unter Auflagen grünes Licht.

18.07.2019 15:30 • von Frank Heine

Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone kann seine lang gehegten Pläne zur Übernahme des Kölner Kabelanbieters Unitymedia in die Tat umsetzen. Die EU-Kommission genehmigte die 18,4 Milliarden Euro schwere Fusion unter bestimmten Auflagen. So wird neue Unternehmen dazu angehalten, anderen Wettbewerbern Zugang zum Kabelnetz zu gewähren und die Gebühren für frei empfangbare Sender nicht zu erhöhen. Vodafone stärkt seine Marktposition beträchtlich: Durch den Zusammenschluss steigt die Zahl der TV-Kunden von 7,7 auf 14 Millionen, die Zahl der Internetkunden von 6,5 auf 10 Millionen.

Der EU-Entscheid stößt bei der Telekom und vor allem bei Vaunet auf massive Kritik. Die Marktrealität in Deutschland sei in fast allen wesentlichen Punkten unberücksichtigt gelassen, heißt es vom Verband der privaten Rundfunkveranstalter. Man sehe "keine wesentlichen Verbesserungen zu den bereits vollkommen ungenügenden, von Vodafone vorgeschlagenen Maßnahmen". Es wird befürchtet, dass es Vodafone zukünftig leichtfallen dürfte, die Bedingungen für die Auffindbarkeit von Inhalten und die kommerziellen Bedingungen für Pay-TV und Free-TV zu diktieren.