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Wirrwarr um Migration von UltraViolet-Inhaltebibliothek

Wer in den letzten Wochen aufgefordert wurde, seine UltraViolet-Bibliothek zu retten, erhielt im Einzelfall den Ratschlag auf den Anbieter Flixster umzuziehen. Dieser wird seinen Betrieb allerdings auch einstellen.

25.06.2019 19:24 • von Jörg Rumbucher
UltraViolet-Logo, das manche User mittlerweile als schlechten Scherz empfinden könnten (Bild: DECE)

Bekanntlich wird der Filmspeicher-Dienst UltraViolet seine Tätigkeit zum 31. Juli 2019 einstellen. Die Codes für digitale UV-Kopien lagen lange Zeit vielen Blu-ray-Produkten bei. Nutzer wurden daher in den vergangenen Monaten mehrfach aufgefordert, ihre UltraViolet-Bibliothek mit einem aktuellen Händler zu verlinken. Andernfalls werde die Gefahr bestehen, dass es keinen Zugriff auf die erworbenen Inhalte mehr gebe. Noch in den letzten Tagen wurde betroffenen Usern geraten, u.a. auf Flixster zu verlinken. Das Problem: Auch das zu Warner gehörende Unternehmen wird seinen Betrieb einstellen; und zwar zum 31. Oktober 2019.

Darüber sollen Flixster-Kunden ebenfalls in den letzten Tagen per Mail informiert worden sein. In den Mails heißt es u.a.: "Damit Sie Ihre Videosammlung nach der Einstellung von Flixster Video weiterhin genießen können, haben wir gewisse Vorkehrungen getroffen. Flixster Video-Nutzer können verfügbare Videos von ihren Flixster Video-Sammlungen nach Google Play übertragen." Daraus kann sich ein weiteres Problem ergeben, denn der Umzug zu Google Play scheint nicht ohne weiteres mit allen Inhalten möglich zu sein. Zu beachten sei nämlich, dass aufgrund von Nutzungsbeschränkungen "gewisse Einschränkungen" bestehen. Man möge daher weitere Informationen im Juli 2019 abwarten.