Kino

Friedenspreis für Fotograf Selgado

Der brasilianische Fotograf Sebastião Selgado erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

18.06.2019 13:39 • von Jörg Rumbucher
Sebastião Selgado in der Dokumentation "Das Salz der Erde" von Wim Wenders (Bild: NFP)

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt. Das gab Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, bei der Eröffnung der Buchtage Berlin 2019 bekannt.

In der Begründung heißt es: "Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein 2019 an den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado und zeichnet mit ihm einen Bildkünstler aus, der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht." Neben seiner künstlerischen Arbeit wird Salgado auch als Naturschützer geehrt. Mit seinem "Instituto Terra" in Brasilien leiste er einen Beitrag zur Wiederbelebung von Biodiversität, wie der Börsenverein hervorhob.

Die Verleihung findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 20. Oktober in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt.

Die Meldung ist hier insofern von Interesse, da Regisseur Wim Wenders 2014 mit dem Dokumentarfilm "Das Salz der Erde" dem weltberühmten Fotografen Selgado mit filmischen Mitteln ein bemerkenswertes Denkmal setzte: Eine Hommage an einen Fotografen, dessen Bilder von den Krisengebieten der Welt den Blick der restlichen Welt darauf prägte.

Beim Festival de Cannes 2014 wurde "Das Salz der Erde" mit dem Spezialpreis des Un Certain Regard prämiert. Der Film ist auf DVD und Blu-ray bei EuroVideo erschienen.