Festival

48 Weltpremieren auf dem Filmfest München

Heute ist das Programm für das von 27. Juni bis 6. Juli stattfindende Filmfest München vorgestellt worden.

13.06.2019 12:00 • von Jochen Müller
Festivalleiterin Diana Iljine (Bild: Raimund Verspohl)

Riley Stearns' The Art of Self-Defense" und Nisha Ganatras "Late Night - Die Show ihres Lebens" bilden als Eröffnungs- bzw. Abschlussfilm die Klammer um das diesjährige Filmfest München, auf dem von 27. Juni bis 6. Juli insgesamt rund 180 Filme aus 62 Ländern, von denen 48 ihre Welt-, 118 ihre Deutschlandpremieren feiern werden.

Bei der heutigen Programmpräsentation erklärte Filmfestchefin Diana Iljine: "Mit dem diesjährigen Filmfest beginnt nun unser Wandel, den wir im letzten Jahr angekündigt haben. Wir freuen uns sehr, dass wir bereits 2019 mit dem neuen hochdotierten CineCoPro-Preis und einer großen Virtual-Reality-Ausstellung neue Wege einschlagen und in die Zukunft blicken können. Außerdem ehren wir in unseren beiden Retrospektiven mit Bong Joon Ho und Mads Brügger zwei sozialkritische Regisseure, die das aktuelle Weltkino widerspiegeln sowie Unterhaltung und Anspruch in ihren Filmen gekonnt vereinen."

Einem der Themenschwerpunkte des Festivals, alternative Realitätskonzepte in einer immer komplexer und schnelllebiger werdenden Welt, ist auch Bong Joon Hos Palmen-Gewinner "Parasite" zuzuordnen, in München ebenso zu sehen sein wird wie Ladj Lus "Les Misérables", Isaki Lacuestas "Entre Dos Aguas", die mittel- und südamerikanischen Produktionen "Perro Bomba" und "Luciérnagas", Markus Schleinzers "Angelo", Mike Leighs Peterloo", Roberto Minervinis "What You Gonna Do When The World's On Fire?", Mads Bruggers "Cold Case Hammarskjöld", Alison Klaymans "The Brink", Nanni Morettis "Santiago, Italia", Eyad Aljadods "The Greatest Sacrifice", Mark Webbers "The Place of No Words", Katharina Mihms "Mär", Bo Burnhams "Eight Grade", Emily Cohns "Crshd", Liza Mandelups "Jawline" und Philip Kochs "Play".

Auch Genrekino aus aller Welt wird auf dem Filmfest München wieder gut vertreten sein. Neben dem Eröffnungs- und dem Abschlussfilm sind hier u.a. Sameh Zoabis Tel Aviv on Fire", Mahmut Fazil Coskuns "The Announcement", Rebecca Zlotowskis Une fille facile", und aus Deutschland Mariko Minoguchis "Mein Ende. Dein Anfang" sowie die Premiere des deutschen netflix-Films "Kidnapping Stella" zu nennen. Außerdem wird der Cannes-Gewinner Bacurau" von Kleber Mendonca Filho und Juliano Dornelles Deutschlandpremiere feiern.

Und auch musikalisch geht es auf dem Filmfest zu, vor allem in den Dokumentarfilmen Spider Murphy Gang - Glory Days of Rock'n'Roll" (Regie: Jens Pfeifer), "Wer 4 sind" (Regie: Thomas Schwendemann), "Miles Davis: Birth of the Cool" (Regie: Stanley Nelson) und "Mystify: Michael Hutchence" (Regie: Richard Lowenstein), aber auch in Spielfilmen wie Sabrina Sarabis Prelude" und Dror Zahavis "Crescendo #makemusicnotwar".

Im Rahmen des Serien Spotlight wird serielles Erzählen mit u.a. dem Gesellschaftsporträt "Vernon Subutex", der spanischen Dramedy "Arde Madrid" und der Doku-Serie "Wu-Tang Clan: of Mics and Men" in den Mittelpunkt gestellt.

Ergänzt wird das filmische Programm des Filmfest München durch Panels und die Filmmakers Live!-Gesprächsreihe. Den CineMerit Award erhalten in diesem Jahr Antonio Banderas und Ralph Fiennes.

Weitere Informationen zum Filmfest München unter www.filmfest-muenchen.de.