Kino

Lionsgate enttäuscht Analysten

Im vierten Quartal des Fiskaljahr 2019 hat Lionsgate sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn die Schätzungen der Wall-Street-Analysten verfehlt.

24.05.2019 13:34 • von Jochen Müller

Vor allem aufgrund rückläufiger Umsätze der Filmsparte hat Lionsgate im vierten Quartal des Fiskaljahr 2019 einen Umsatz- und Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahr verbuchen müssen. Damit hatten die Analysten an der Wall Street zwar gerechnet gehabt, deren durchschnittliche Schätzung wurde aber dennoch verfehlt.

Wie Lionsgate jetzt bekannt gab, ging der Quartalsumsatz um zwölf Prozent auf 913,7 Mio. Dollar zurück; die Analystenschätzung lag bei 949,4 Mio. Dollar. Der Gewinn pro Aktie wurde von 26 auf elf Cent mehr als halbiert; hier hatte man an der Wall Street mit 19 Cent gerechnet gehabt.

Grund für den Rückgang waren vor allem geringere Erlöse in der Filmsparte, die auf die niedrigere Anzahl von veröffentlichten Filmen zurückzuführen ist. Hier ging der Umsatz (357,6 Mio. Dollar) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,8 Prozent zurück. Rückläufig - um 7,4 Prozent - waren auch die Erlöse im Bereich TV-Produktion (272,8 Mio. Dollar), während die Media-Networks-Umsätze (362 Mio. Dollar) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,4 Prozent leicht anstiegen.

Im gesamten Fiskaljahr 2019, das am 31. März zu Ende gegangen war, erzielte Lionsgate einen Umsatz von 3,68 Mrd. Dollar - ein Minus von 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Operativ steht ein Verlust von 34 Mio. Dollar in den Büchern, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 48,4 Mio. Dollar erzielt worden war.

CEO Jon Feltheimer erklärte bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen: "Wir haben ein sehr aktives und produktives Fiskaljahr 2019 abgeschlossen, in dem wir all die Elemente für ein starkes Wachstum für das darauffolgende Jahr in Position gebracht haben. Wir haben unseren Vorrat an Kino- und TV-Inhalten wieder aufgefüllt, uns darauf konzentriert, aus unseren existierenden Franchises das Maximale an Wert herauszuholen und sind dabei, die weltweite Expansion von Starz zu Geld zu machen und dessen Position als einer der international führenden SVoD-Angebote zu festigen."