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Kai Gniffke wird neuer SWR-Intendant

Bei der Wahl zum Nachfolger von SWR-Intendant Peter Boudgoust setzte sich der Chefredakteur ARD-aktuell im 2. Wahlgang durch.

23.05.2019 13:09 • von Jochen Müller
Der neue SWR-Intendant Kai Gniffke (Bild: NDR/ARD-aktuell/Sker Freist)

Kai Gniffke, Chefredakteur ARD-aktuell, wird neuer Intendant des SWR. In der heutigen gemeinsamen Sitzung von Rundfunkrat und Verwaltungsrat setzte sich Gniffke im 2. Wahlgang gegen seine Konkurrentin, die SWR-Landesdirektorin Baden-Württemberg, Stefanie Schneider, durch.

Nachdem im 1. Wahlgang keiner der Kandidat*innen die erforderliche Mehrheit erhalten hatte, entfielen im 2. Wahlgang insgesamt 56 Stimmen auf Gniffke, benötigt hätte er 47, was der Hälfte der gesetzlichen Mitglieder beider Gremien entspricht. Davon stammten 34 Stimmen von Vertretern aus Baden-Württemberg, 22 von Vertretern aus Rheinland-Pfalz; benötigt worden waren jeweils die Hälfte der Stimmen der in den Gremien sitzenden Mitgliedern aus beiden Bundesländern (BW: 32; RP: 14).

Gniffke betonte nach seiner Wahl, er habe selten die Lust auf diesen Sender und Last der Verantwortung so empfunden wie im Moment seiner Wahl, wobei die Lust auf den Sender überwiege.

Amtsinhaber Peter Boudgoust hatte im Dezember vergangenen Jahres angekündigt, sein Amt Mitte 2019 und damit noch deutlich vor dem Ende seiner dritten Amtszeit Ende April 2022 zur Verfügung zu stellen (wir berichteten). Die Amtszeit seines Nachfolgers Kai Gniffke beträgt fünf Jahre.

NDR-Intendant Lutz Marmor gratulierte seinem künftigen Intendantenkollegen: "Herzlichen Glückwunsch an Kai Gniffke zur Wahl zum SWR Intendanten! Bei ARD-aktuell hat er Herausragendes geleistet: Die Tagesschau bleibt die mit Abstand meistgesehene Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen, und auch online ist die Tagesschau mit ihren Angeboten höchst erfolgreich. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Kai Gniffke im Kreise der Intendantinnen und Intendanten."

Ulrich Wilhelm, ARD-Vorsitzender und BR-Intendant: "Ich gratuliere Kai Gniffke zur Wahl als Indendant des SWR. Mit ihm rückt ein erfahrener Progammmacher an die Spitze der Zwei-Länder-Anstalt, der für den Anspruch des öffentlich-rechtlichen Rundfunks steht."