Kino

Generationswechsel an CICAE-Spitze

Bei der Mitgliederversammlung des internationalen Arthouse-Verbands CICAE am Rande der 72. Filmfestspiele in Cannes wurde Christian Bräuer zu dessem neuen Präsidenten gewählt.

15.05.2019 16:02 • von Marc Mensch
Eva Morsch-Kihn, Mario Fortin, Mira Staleva, Peggy Johnson, Christian Bräuer, Simone Lancelot (Ehrenpräsidentin), Francois Aymé, Detlef Rossmann (Ehrenpräsident), Domenico Dinoia, Renaud Laville, Tibor Biro (Bild: CICAE)

Zwölf Jahre lang hatte sich Detlef Roßmann als Präsident des internationalen Arthouse-Verbands CICAE engagiert, nun gab er das Amt an den Vorstandsvorsitzenden der AG Kino-Gilde ab: Christian Bräuer, gleichzeitig Geschäftsführer der Berliner Yorck Kinogruppe, wurde zum neuen Präsidenten gewählt, nachdem sich Roßmann - der zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde - nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Bräuer, der die Interessen der deutschen Kinos auch im FFA-Präsidium vertritt, wo er auch Vorsitzender des Ausschusses für Europa und internationale Zusammenarbeit ist, gehörte dem CICAE-Vorstand bisher als Vize-Präsident an.

"Kinos sind die Herzkammer für Filme", betonte Christian Bräuer anlässlich seiner Ernennung. "Auf der großen Leinwand werden Filme zum Leben erweckt und entfalten ihre gesellschaftliche Relevanz durch das gemeinsame Erlebnis." Um diese Rolle der Kinos zu stärken, ist die Bildung von Netzwerken wichtig. In vielen Ländern geraten Diversität und eine offene Gesellschaft zunehmend unter Druck. Die CICAE will als Solidargemeinschaft die Arbeit von Filmkunsttheatern als Kulturorte stärken."

Der weitere Vorstand der CICAE ist mit drei Männern und drei Frauen paritätisch besetzt, ihm gehören als Vizepräsidenten Francois Aymé (Frankreich), Domenico Dinoia (Italien), Mario Fortin (Kanada) und Peggy Johnson (USA) an, Eva Morsch-Kihn (Frankreich) ist Generalsekretärin und Renaud Laville (Frankreich) Schatzmeister, zudem sitzt Mira Staleva aus Bulgarien im Vorstand.