Kino

Österreich: Protest um Neubesetzung der Filmgremien im Kanzleramt

Die von Kulturminister Gernot Blümel abgesegnete Neubesetzung des Beirats der Kunstfilmförderung im Bundeskanzleramt, der sogenannten "kleinen Filmförderung" für den innovativen Film, hat Protest ausgelöst, weil zu wenig Branchenexperten für innovativen Film ausgewählt worden seien.

15.05.2019 07:49 • von Barbara Schuster
Gernot Blümel hat sich keine Freunde in Österreichs Kunstfilmszene gemacht (Bild: Bundeskanzleramt)

Proteste in Österreichs Filmszene: Die von Kulturminister Gernot Blümel abgesegnete Neubesetzung des Beirats der Kunstfilmförderung im Bundeskanzleramt, der sogenannten "kleinen Filmförderung" für den innovativen Film, hat Protest ausgelöst, weil zu wenig Branchenexperten für innovativen Film ausgewählt worden seien. Die IG Filmkultur (www.filmkultur.at), ein berufsgruppen- und filmspartenübergreifender Zusammenschluss, der sich für Stärkung und Erhalt der Vielfalt der österreichischen Filmkultur einsetzt, fordert in einem Offenen Brief, den Beirat der Filmförderung im Bundeskanzleramt mit qualifizierten Expert*innen für innovativen Film zu besetzen und dabei die Geschlechterparität zu beachten.

Vorgeworfen wird Blümel, dass durch die jüngst erfolgte Neubesetzung der Beiratsmitglieder die Ausgewogenheit und die Qualität der Entscheidungen nicht gewährleistet seien. Den ausgewählten Personen fehle die spezifische Qualifikation für die Beiratstätigkeit im BKA und unter den insgesamt sieben neu bestellten Mitgliedern würde sich nur eine Frau finden. Unterstützung erhält die IG Filmkultur von zahlreichen Verbänden wie die Kameravereinigung AAC, Cinema Next, Drehbuchforum Wien, FC Gloria - Frauen Vernetzung Film aber auch Produzenten wie Amour Fou, Freibeuter Film oder Ulrich Seidl Filmproduktion. Die Möglichkeit, eine Petition gegen den Beschluss zu unterzeichnen, haben schon über 3300 Personen in Anspruch genommen.

Der Offene Brief im Wortlaut ist über die Seite www.filmkultur.at zu finden.