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Jan Georg Schütte dreht Impro-"Tatort"

Bereits zum vierten Mal geht der Regisseur und Schauspieler mit dem WDR das Abenteuer Improvisationsfilm an, erstmals im Rahmen der populären Krimireihe.

14.05.2019 13:35 • von Frank Heine
Das Schauspieler-Team des Impro-"Tatorts: Gut und Böse" (AT) (Bild: WDR/Tom Trambow)

Nach den überaus erfolgreichen Erfahrungen mit dem Improvisationsfim "Klassentreffen" hat der WDR das Team hinter der Kamera erneut um sich geschart, um die Künste von Zeremonienmeister Jan Georg Schütte nun auch für den "Tatort" zu nutzen. Für das neue Unterfangen wurde noch die Degeto an Bord geholt, die film GmbH mit Sophia Aldenhoven und Uli Aselmann ist wie bei "Klassentreffen" der Partner auf Produktionsseite.

Unter Schüttes Regie versammelten sich am 9. und 10. Mai die Schauspieler Anna Schudt, Jörg Hartmann, Friederike Kempter, Ben Becker, Charly Hübner, Bjarne Mädel, Friedrich Mücke, Nicholas Ofczarek, Jörg Ratjen und Elena Uhlig zum zweitägigen Dreh in Siegburg. Die drei Erstgenannten spielen in ihren üblichen "Tatort"-Rollen Mitglieder eines siebenköpfigen High-Performance-Teams der besten NRW-Kommissare, die in einem Tagungshotel nahe Köln zusammenkommen, um sich auf einen besonders heiklen Fall einzuschwören. Eine mysteriöse Mordserie kostete bereits vier Polizeibeamte das Leben.

Ohne die Profile der anderen Darsteller zu kennen, improvisierten die Akteure zwei Tage lang auf Basis ihrer Rollenprofile. Unvorhersehbare Situationen beeinflussten den Fortgang des Krimiplots. Und erst im Laufe der Dreharbeiten entwickelt sich, wer "gut" und wer "böse" ist. Mit 24 bemannten und zwölf unbemannten Kameras wurde ein hoher technischer Aufwand betrieben. In sieben Stunden improvisierter Dreharbeiten kamen 212 Stunden Material zusammen.

Die ARD plant die Ausstrahlung des Films mit dem Titel "Tatort: Gut und Böse" am 1. Januar 2020 im Ersten. Redaktionell sind Nina Klamroth und Birgit Titze verantwortlich.

Innerhalb der "Tatort"-Reihe gab es bereits zwei mehr oder weniger geglückte Improvisationsversuche (Babbeldasch" und Waldlust") bei denen der SWR mit Axel Ranisch zusammenarbeitete.