Kino

Film- und Medienstiftung NRW präsentiert Jahresbilanz

Bereits zu Beginn der Berlinale hatte die Film- und Medienstiftung NRW ihre Förderbilanz für 2018 vorgelegt gehabt. Heute wurden die Zahlen noch einmal der Presse präsentiert.

08.05.2019 15:25 • von Jochen Müller

"Mit 2019 hat ein vielversprechendes Film- und Medienjahr begonnen", betonte die Film- und Medienstiftung NRW bei der Präsentation der Förderbilanz für das Jahr 2018, die zu Beginn der Berlinale bereits vorgelegt (wir berichteten) und heute noch einmal der Presse erläutert worden war. So waren nicht nur 34 NRW-geförderte Produktionen in allen wichtigen Festivalreihen der Berlinale 2019 vertreten gewesen, man war auch im fünften Jahr Hauptpartner der dortigen Drama Series Days. Dort und beim Festival Cannesseries wurde die Bauhaus-Serie Die Neue Zeit" gezeigt. Mit Marco Bellocchios Der Verräter" ist überdies eine NRW-geförderte Produktion im Wettbewerb des Festival de Cannes vertreten. Und erst am vergangenen Freitag gingen 13 Auszeichnungen beim Deutschen Filmpreis an NRW-geförderte Produktionen, darunter die Lolas in Gold, Silber und Bronze an Gundermann", Styx" und Der Junge muss an die frische Luft".

2018 hatte die Film- und Medienstiftung NRW für 376 Projekte Fördermittel in einer Gesamthöhe von 35,86 Mio. Euro bewilligt gehabt. Der Löwenanteil von 21,4 Mio. Euro ging an 59 Kinofilme; 13 Serien und TV-Events erhielten eine Gesamtförderung in Höhe von 7,9 Mio. Euro. 1,7 Mio. Euro hat die Film- und Medienstiftung NRW im vergangenen Jahr im Bereich Verleih und Vertrieb investiert. In die Förderung von Kinomodernisierung und Filmpräsentation sowie in den Kinoprogrammpreis NRW flossen im vergangenen Jahr insgesamt 1,06 Mio. Euro. Darüber hinaus wurden Festivals, Filmpräsentationen und Standortprojekte mit insgesamt 892.000 Euro gefördert, für Drehbuch- und Projektentwicklung stellte die Film- und Medienstiftung NRW 2018 insgesamt rund 727.000 Euro an Fördermitteln bereit. Die 2018 geförderten Produktionen lösten in NRW Ausgaben in Höhe von rund 80 Mio. Euro aus, das entspricht einem Regionaleffekt von 272 Prozent.

Wie bei der heutigen Pressekonferenz betont wurde, konnte der Anteil von Frauen, die an den geförderten Projekten beteiligt waren, 2018 noch einmal an. So wurden 35 Prozent der Projekte von Regisseurinnen verantwortet, der Anteil der Produzentinnen lag bei 31 Prozent.

Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, erklärte heute gegenüber der Presse: "2018 war ein sehr wichtiges und ein sehr erfolgreiches Jahr für die Film- und Medienstiftung NRW. Gemein¬sam mit dem Land und ihren Sendergesellschaftern, mit Produzenten und Kreativen konnte die Entwicklung des Film- und Medienlandes NRW entscheidende Schritte vorangebracht und die Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden. Mit der Erhöhung der Fördermittel für 2019 um insgesamt drei Mio. Euro hat das Land 2018 klare Signale gesetzt für die nachhaltige Stärkung der Film-, TV- und Games-Branche in NRW. Mit diesem Rückenwind, profilierten Fördergrundsätzen und einer neuen Leitlinie für die Gamesförderung können wir Produzenten, Entwickler und Kreative in NRW in Zukunft noch wirksamer unterstützen. Erfolgreiche Arthouse-Filme und Serien, eine Golden Globe-, zwei Oscar-Nominierungen, rekordverdächtige 34 geförderte Filme und zwei Bären bei der Berlinale, 13 Auszeichnungen beim Deutschen Filmpreis, und in einer Woche starten die Filmfestspiele Cannes, wo die filmstiftungsgeförderte Koproduktion 'Der Verräter' von Marco Bellocchio im Wettbewerb läuft. Insgesamt eine wunderbare Bestätigung für die geförderten Projekte und die Kreativen aus NRW."

Die NRW-.Jahresbilanz im Überblick