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Steinmeier betont Wichtigkeit der Digitalisierung für die Demokratie

Mit einem Grußwort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sind in Berlin die beiden gemeinsam stattfindenden Konferenzen re:publica und Media Convention eröffnet worden.

07.05.2019 12:36 • von Jochen Müller
Bundespräsident Frank Walter Steinmeier bei der Eröffnung von re:publica und Media Convention in Berlin (Bild: Media Convention)

In seinem Grußwort zur Eröffnung der beiden gemeinsam stattfindenden Konferenzen re:publica und Media Convention in Berlin betonte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dass Demokratie nur dann gelingen könne, wenn es auch eine entsprechende Debattenkultur im Netz gebe. "Wir haben nur diese eine Demokratie. Wenn uns diese am Herzen liegt, dann sollten wir uns gemeinsam um die politische Debattenkultur im Netz kümmern", betonte Steinmeier. In einer digitalen Welt müssten Menschen nicht nur miteinander vernetzt, sondern auch verbunden werden; nur so können Demokratie wirklich gelebt werden.

In ihren anschließenden Grußworten waren sich der Regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller, und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Rundfunkkommission Malu Dreyer einig, dass es bei der Digitalsierung Mut brauche. Dreyer betonte auch, dass man gar nicht viel neu erfinden, sondern "unsere Werte aus der analogen Welt in die digitale übertragen" müsse.

Die thematische Richtung des ersten Tages gab das Eröffnungs-Panal "Point of no Return - Going All in with Digital" vor, in dem die Journalistin Alina Fichter mit Holger Enßlin (Sky Deutschland), Manuel Uhlitzsch (Pantaleon Films, Pantaflix), Eun-Kyung Park (ProSiebenSat1) und Nadine Bilke (ZDFneo) unterschiedliche Strategien im Bereich TV diskutierte. "Man benötigt die Lust auf Wandel und Veränderungen. Das Mindset ist wichtig. Es ist ein Ziehen und Schieben, wo auch Hierarchien neu gedacht werden müssen", erklärte dabei Nadine Bilke.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte in seiner Keynote zum Thema "Big Tech im Check: Wettbewerb um Daten und Chancengleichheit im Netz", dass es höchste Zeit sei, sich dem Thema Datenverwertung anzunehmen und sich mehr für Chancengleichheit im Netz einzusetzen.

Der Frage, wie es gelingen kann, authentische Geschichten jenseits von Stereotypen und Klischees zu erzählen, widmete sich die Session "Der Stoff, aus dem die Träume sind: Diversität in Film und Fernsehen", an der Tyron Ricketts, Schauspieler und Managing Director von Pantherentertainment, Casting Director Emrah Ertem und rbb-Fictionchefin Martina Zöllner sowie Skadi Loist von der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf teilnahmen. Letztere stellte fest: "Es muss mehr Zeit und Geld in die Entwicklung diverser Geschichten fließen."

Zum Abschluss des ersten Konferenztages gewährten Cast & Crew der deutschen Produktionen "Das Wichtigste im Leben", "Bad Banks 2" und Die Neue Zeit" noch einen Blick hinter die Kulissen.