Kino

"Als zentrale Plattform unverzichtbar"

Der HDF Kino hat seine Bilanz zum jüngsten Filmtheaterkongress vorgelegt. Demnach bewegte sich die Gesamtteilnehmerzahl in etwa auf dem Niveau von 2018, insgesamt habe man an die Erfolge aus dem Vorjahr anknüpfen können.

23.04.2019 13:51 • von Marc Mensch
Martin Turowski verantwortete den Kongress als Projektleiter (Bild: Mike Auerbach/HDF Kino)

"Freude über erfolgreichen Kinokongress" ist eine Pressemitteilung des HDF überschrieben - und tatsächlich kann man inhaltlich überaus zufrieden mit dem sein, was thematisch in Baden-Baden geboten war. Dass sich Kinobetreiber und Verleiher in einigen wichtigen Punkten noch nicht ausreichend angenähert haben, ist schließlich nicht der Veranstaltung anzulasten. Mit der genannten Freude durfte man aber auch quittieren, dass die Besucherzahlen trotz eines schwierigen Kinojahres 2018 und einer ebenfalls durchwachsenen Zwischenbilanz für 2019 weitestgehend stabil gehalten werden konnten - auch wenn es bei Kinobetreibern und Verleihern erwartungsgemäß leichte Einbußen gab.

Der HDF jedenfalls spricht davon, dass für die jüngste Veranstaltung 951 Besuchertickets herausgegeben wurden, davon mehr als 700 an Kinobetreiber und -mitarbeiter sowie mehr als 100 Tickets an Vertreter der Verleiher. Im Vorjahr hatte man die Zahlen sogar exakt vorgelegt, damals wurden 758 Tickets für Kinovertreter und 155 für Verleihmitarbeiter gezählt. Mit gut 100 Ehrengästen, Förderern, Referenten und Vertretern der Presse hielt man das Vorjahresniveau. Mehr Zulauf erhielt die KINO 2019 von Ausstellerseite (mehr als 460 Teilnehmer), tatsächlich hatte man ja bereits im Februar ankündigen können, dass die Messefläche wachsen würde.

Unter dem Strich habe man mehr als 1400 Teilnehmer gezählt, womit das Niveau des Vorjahres (1457) praktisch gehalten wurde. "Wir freuen uns, dass wir mit dem diesjährigen Kongress trotz des schwierigen Kinojahres und der zeitlichen Nähe zur CinemaCon in Las Vegas an die Erfolge aus dem Vorjahr anknüpfen konnten", erklärt denn auch der neue HDF-Vorstand Martin Turowski, der erstmals als Projektleiter des Kongresses fungierte. Gleichzeitig zeigt er sich zuversichtlich, "diese Hausnummer beim 50. Jubiläum im nächsten Jahr" steigern zu können.

Was der HDF rückblickend hervorhebt, ist der "Appell nach mehr Zusammenarbeit", der sich (wie auch schon bei der Filmwoche München) "wie ein roter Faden" durch das Programm gezogen habe, wobei beispielhaft von den Organisatoren genannte Themen wie die Vernetzung von Einzelbetrieben in Genossenschaften oder eine neutrale Plattform zum Verkauf von Online-Tickets eher am Rande angesprochen wurden und hinter einem Kinofest in diesem Jahr bekanntermaßen noch das eine oder andere Fragezeichen steht.

Umso richtiger ist sicherlich, was Thomas Negele als Vorstandsvorsitzender des HDF Kino feststellt: "Wieder einmal hat der Kongress bewiesen, dass er als zentrale Plattform zum Austausch von Erfahrungen und Anstoß neuer Initiativen für die Branche unverzichtbar ist." Negele dankte zudem nicht nur allen Partnern und Besuchern, sondern insbesondere namentlich FFA-Präsident Bernd Neumann, der in einer leidenschaftlichen Eröffnungsrede die Sicherung der Kinozukunft zur nationalen Aufgabe erklärt hatte.

Übrigens bitten die Organisatoren weiter um Feedback zum Kongress bzw. den einzelnen Veranstaltungen. Sie können dies hier abgeben.