Kino

Millionenförderung aus NRW für Sönke Wortmanns "Contra"

Nach "Der Vorname" verfilmt Sönke Wortmann mit "Contra" ein weiteres französisches Original neu. Die Film- und Medienstiftung NRW hat hierfür jetzt eine Mio. Euro an Fördermitteln bewilligt.

17.04.2019 11:53 • von Jochen Müller

In ihrer 170. Sitzung hat die Film- und Medienstiftung NRW für 21 Projekte Fördermittel in Höhe von insgesamt 8,27 Mio. Euro vergeben.

Eine Mio. Euro - und damit der höchste aktuell vergebene Einzelbetrag - geht an Constantin Film für die deutsche Adaption der französischen Komödie "Die brillante Mademoiselle Neïla", "Contra", die Sönke Wortmann nach einem Drehbuch von Doron Wisotzky größtenteils in Nordrhein-Westfalen inszenieren wird. Christoph Maria Herbst spielt darin einen Juraprofessor, der eine Studentin (Nilam Farooq) rassistisch beleidigt hat und diese nun "zur Strafe" auf einen Debattierwettbewerb vorbereiten soll.

950.000 Euro hat die Film- und Medienstiftung NRW aktuell UFA Fiction zugesprochen für die Produktion von "Gott, du kannst ein Arsch sein!". Das tragikomische Roadmovie erzählt die Geschichte der 16-jährigen Steffi, die sich von ihrer Diagnose, unheilbar an Krebs erkrankt zu sein, nicht aufhalten lassen will und ihrer Klasse, die sich gerade auf Abschlussfahrt nach Paris befindet, per Anhalter hinterher reist, dicht gefolgt von ihren besorgten Eltern. Für ihr Drehbuch haben Katja Kittendorf und Tommy Wosch das autobiografische Buch von Steffis Vater adaptiert; Regie führt André Erkau.

850.000 Euro bekommt Heimatfilm für den Horrorfilm Des Teufels Bad", den Veronika Franz und Severin Fiala nach eigenem Drehbuch inszenieren werden. Er spielt im 18. Jahrhundert und erzählt die Geschichte einer Frau, die sich freiwillig gestellt hat und gesteht, ein Kind umgebracht zu haben. Eine Schuld, die sie depressiv gemacht hat. Und da ein Selbstmord als Verbrechen gilt, fleht sie darum, hingerichtet zu werden.

Mit 650.000 Euro fördert die Film- und Medienstiftung NRW den Neo Noir Film "Geborgtes Weiß", den Sebastian Ko nach einem Drehbuch von Karin Kaci inszeniert. Die Ester Reglin Film-Produktion erzählt von Marta und Rudolf, die zusammen mit ihrem Sohn Nathan frei von finanziellen Sorgen auf einem Gehöft leben und eine leidenschaftslose, aber durch echte Zuneigung geprägte Ehe führen. Ins Wanken gerät das scheinbar heile Familienbild, als der albanische Wanderarbeiter Valmir auftaucht.

Drei Kinoprojekte hat die Film- und Medienstiftung NRW aktuell mit jeweils 500.000 Euro gefördert: Léos Carax' Musicalverfilmung Annette" (Detailfilm), Bujar Alimanis Verfilmung des Buches "Die albanische Jungfrau" (Elsani & Neary Media) und Natja Brunckhorsts "Müll Unfug Liebe" (Lichtblick Film).

Die höchste aktuell durch die Film- und Medienstiftung NRW vergebene TV-Förderung geht an Zeitsprung Pictures für "Berthold Beitz - Ein unruhiges Leben", den Dror Zahavi nach einem Drehbuch von Sebastian Orlac inszeniert. Im Mittelpunkt des TV-Dramas steht die Freundschaft zwischen dem Leiter der Krupp-Stiftung, Berhold Beitz, und dem Historiker Golo Mann, die sich entwickelt hatte, nachdem Beitz Mann mit einer Biografie über Alfred Krupp beauftragt hatte.

Alle aktuellen Förderungen der Film- und Medienstiftung NRW im Überblick