Kino

Thomas Negele ist neuer SPIO-Präsident

Der bisherige Vize-Präsident der SPIO und amtierende HDF-Vorstandsvorsitzende Thomas Negele übernimmt die Nachfolge von Alfred Holighaus als SPIO-Präsident. Seinen Posten beim HDF Kino wird Negele im Spätsommer abgeben.

29.03.2019 10:31 • von Marc Mensch
SPIO-Präsident Thomas Negele (li.) und Vizepräsident Christian Sommer (Bild: SPIO / Horst Martin)

Dass Thomas Negele spätestens Ende dieses Jahres seinen Posten als Vorstandsvorsitzender des HDF Kino abgeben wollte, war bekannt. Doch der Filmpolitik bleibt er treu: Bei der turnusgemäßen Wahl des SPIO-Präsidiums am 28. März wurde er zum Nachfolger von Alfred Holighaus gewählt, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr angetreten war und auf eigenen Wunsch ausschied.

Sein Amt beim HDF Kino wird Thomas Negele demnach im Spätsommer dieses Jahres abgeben, allerdings will er als Ehrenvorsitzender des Verbandes noch so wichtige Themen wie das von ihm maßgeblich initiierte "Zukunftsprogramm Kino" oder die anstehende Novellierung des Filmförderungsgesetzes begleiten. Mit der Bekanntgabe seiner Nachfolge beim HDF wird zeitnah gerechnet. Erfreut über die Wahl von Thomas Negele zeigt sich nicht zuletzt HDF-Vorstand Martin Turowski: "Ich freue mich, dass die SPIO mit Thomas Negele wieder einmal von einem Kinobetreiber angeführt wird. Noch dazu einem, dem die Akteure und Zusammenhänge unserer Branche so vertraut sind, wie wohl keinem anderen."

Neuer Vizepräsident der SPIO ist Christian Sommer (VTFF). In das Präsidium gewählt wurden zudem Manuela Stehr (VdF), Joachim A Birr (BVV), Stephan Birkenholz (FDW), Oliver Fock (Cineropa), Marco Mehlitz (VDFP) und Michael Höfner (AG Verleih).

"Die SPIO hat in unserer Branche ein besonderes Potential: Sie kann alle Sparten der Filmwirtschaft zusammenbringen und wirtschaftspolitische Gemeinsamkeiten herausstellen, ohne die Unterschiede unter den Tisch zu kehren. Die Herausforderungen an die kleinen und mittelständischen Kinos, Produzenten, Verleiher, Vertriebe und Dienstleister werden nicht kleiner, im Gegenteil. Ich möchte darauf hinwirken, dass wir sie aktiv anpacken und damit auch im politischen Geschehen noch stärker eigene Akzente setzen," so der frischgebackene SPIO-Präsident. Er bedankte sich in seiner Rede nicht nur bei den Mitgliedsverbänden für das ihm entgegengebrachte Vertrauen, sondern ganz besonders auch Alfred Holighaus, in dessen Amtszeit die SPIO "erfolgreich auf wichtige filmpolitische Weichenstellungen hingearbeitet" habe.

Tatsächlich konnte die SPIO just am Tag der Wahl gute Nachrichten in Sachen SatCab-Richtlinie vermelden, nachdem bereits wenige Tage zuvor die Abstimmung zur EU-Urheberrechtsrichtlinie in ihrem Sinne endete. Und so bedankte sich Holighaus zum Abschied nicht nur "für die stetige Unterstützung aus Branche, Gesellschaft und Politik". Sondern er verlieh auch seiner besonderen Freude über die Entscheidung des Europäischen Parlaments "zur Beibehaltung des für die Filmwirtschaft existenziell wichtigen Territorialitätsprinzips" Ausdruck. Das Engagement der SPIO sei quasi "pünktlich zu seinem Abschied" belohnt worden.

"Ich freue mich über meinen Nachfolger Thomas Negele, der vier Jahre mein Vizepräsident und wichtiger Berater und Sparringspartner war. Seine unternehmerische Expertise als mittelständischer Kinobetreiber wird der SPIO guttun. Ich danke Christiane von Wahlert und Helmut Poßmann für die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit - und dem ganzen Präsidium", so Alfred Holighaus.