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Streamingabos legen auch in Kanada zu

Für Video Entertainment haben Kanadier im vergangenen Jahr laut Futuresource Consulting mehr als elf Mrd. kanadische Dollar ausgegeben. In dem vergleichsweise hohen Wert sind Pay-TV-Umsätze enthalten.

28.03.2019 14:33 • von Jörg Rumbucher

Gesonderte Auswertungen für den kanadischen Videomarkt sind eher selten. Zumal häufig USA und Kanada als "nordamerikanischer Markt" zusammengefasst werden. Die Marktforscher von Futuresource Consulting haben kürzlich einige Daten veröffentlicht, die sich ausschließlich auf den kanadischen Videomarkt beziehen. Demnach wurden 2018 für Video Entertainment insgesamt 11,3 Mrd. kanadische Dollar ausgegeben (ein CA-Dollar entspricht aktuell 0,66 Euro, ein US-Dollar gleich 1,34 CA-Dollar). Aber Achtung: In dem Wert sind Pay-TV-Umsätze enthalten. Insofern wäre der entsprechende 2018-Wert für Deutschland eine unzulässige Vergleichsgröße, da Pay-TV-Ergebnisse hierzulande nicht zum Videoumsatz gerechnet werden. In Kanada hat Pay-TV einen Umsatzanteil von 74 Prozent am Gesamtmarkt.

SVoD und Kino hatten 2018 jeweils einen Marktanteil von neun Prozent. Mit Streamingabos wurden laut Futuresource mehr als eine Mrd. CA-Dollar umgesetzt - eine Steigerung um 33 Prozent. Was auch damit zu tun habe, dass Netflix überdurchschnittlich hoch in kanadischen Haushalten vertreten sei. Trotz eines Preisanstiegs in 2018 hat die Zahl der Netflix-Abos 6,3 Mio. erreicht.

Der transaktionale Markt, bestehend aus dem digitalen und physischen Geschäft, fiel um acht Prozent auf 853 Mio. Dollar. Die Zahl der EST-Transaktionen stieg den Marktforschern zufolge allerdings um 18 Prozent auf annähernd sieben Mio.

Für das Jahr 2022 prognostiziert Futuresource einen SVoD-Marktanteil am gesamten Videobusiness von 17 Prozent; was dann doppelt so hoch wäre wie das Boxoffice. 2022 werde das Gesamtmarktvolumen mehr als zwölf Mrd. CA-Dollar betragen.