Kino

Zehn Lola-Nominierungen für "Gundermann"

Soeben sind die Nominierungen für die Verleihung des Deutschen Filmpreises am 3. Mai in Berlin bekannt gegeben worden.

20.03.2019 13:03 • von Jochen Müller
Anne Leppin (Geschäftsführerin Deutsche Filmakademie), Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Filmakademie-Präsident Ulrich Matthes, Vorstandsvorsitzender Benjamin Herrmann und die Produzentin der DFA Produktion, Claudia Loewe (v.l.n.r.) bei der Bekanntgabe der Nominierungen (Bild: Eventpress/Deutsche Filmakademie e.V.)

Mit zehn Nominierungen hat Gundermann" die meisten Chancen auf eine Auszeichnung mit dem Deutschen Filmpreis. So wurde u.a. Andreas Dresen für die beste Regie nominiert und konkurriert hier mit Caroline Link (Der Junge muss an die frische Luft") und Wolfgang Fischer Styx". Als bester Film wurde "Gundermann" neben 25 km/h", "Der Junge muss an die frische Luft", "Styx", "Transit" und Das schönste Mädchen der Welt" ebenso nominiert wie Hauptdarsteller Alexander Scheer; er konkurriert um eine Lola mit Jonas Dassler (Der goldene Handschuh") und Rainer Bock ("Atlas"). Ebenfalls für den Deutschen Filmpreis nominiert ist "Gundermann"-Drehbuchautorin Laila Stieler; ihre Konkurrenten sind Lars Kraume, Aron Lehmann und Judy Horney ("Das schönste Mädchen der Welt"), David Nawrath und Paul Salisbury ("Atlas") sowie Ruth Toma ("Der Junge muss an die frische Luft"). Für die Lola als beste Hauptdarstellerin sind Luise Heyer ( Das schönste Paar"), Aenne Schwarz (Alles ist gut") und Susanne Wolff (Styx") nominiert. Um die Nebendarstellerpreise konkurrieren erneut Luise Heyer ("Der Junge muss an die frische Luft"), Margarethe Tiesel ("Der goldene Handschuh") und Eva Weißenborn ("Gundermann") sowie Alexander Fehling (Das Ende der Wahrheit"), Martin Wuttke (Glück ist was für Weicheier") und Oliver Masucci (Werk ohne Autor").

Für die Lola als bester Kinder- und Jugendfilm sind Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" und Rocca verändert die Welt" nominiert, um die Auszeichnung als bester Dokumentarfilm konkurrieren Elternschule", "Hi, A I" und "Of Fathers and Sons"

Alle Nominierten im Überblick

Seine Premiere auf der Bühne bei der Nominierungsbekanntgabe gab der neue Präsident der Deutschen Filmakademie, Ulrich Matthes. Er beschrieb die Filmakademie als etwas, wo im Kleinen möglich sei, was im Großen möglich sein müssten: viele unterschiedliche Menschen kämen zusammen, um sich auszutauschen und etwas zu bewegen. Er freue sich sehr auf sein Amt, fuhr Matthesfort, sei sich aber durchaus der Verantwortung bewusst. Der Vorsitzende der Deutschen Filmakademie, Benjamin Herrmann, betonte, dass es zwar kommerziell kein gutes Jahr 2018 für das Kino war, es aber eine Reihe deutscher Kinofilme mit einer Botschaft gegeben habe, die ihr Publikum gefunden hätten.

Zwei Gewinner des Deutschen Filmpreises stehen bereits fest. So wird Margarethe von Trotta für ihre herausragenden Verdienste um den deutschen Film mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet, Caroline Link erhält die Lola für den besucherstärksten deutschen Film des Jahres für "Der Junge muss an die frische Luft", der aktuell bei gut 3,4 Mio. Besuchern steht.

Die Verleihung des Deutschen Filmpreises findet am 3. Mai im Palais am Funkturm in Berlin statt. Das ZDF überträgt die Gala zeitversetzt um 22.55 Uhr.