Kino

Bob Iger: "Ein historischer Tag für unser Unternehmen"

Nachdem gestern die Übernahme eines Großteils von 21st Century Fox durch Disney abgeschlossen wurde, sprach Disney-CEO Bob Iger in einem Memo an die Mitarbeiter von einem "historischen Tag in der Geschichte des Unternehmens". Den schwierigsten Teil des Weges bei der Fusion der Unternehmen habe man aber noch nicht hinter sich.

20.03.2019 08:34 • von Jochen Müller

Wie geplant hat Disney gestern die Übernahme eines Großteils von 21st Century Fox abgeschlossen. Der im Dezember 2017 vereinbarte Deal beinhaltet u.a. das Filmstudio Twentieth Century Fox, 20th Century Television, die Kabelsender FX und National Geografic und der 30-prozentige Fox-Anteil an Hulu. Der Deal hat ein Volumen von 71,3 Mrd. Dollar. In der Fox Corp. werden die verbleibenden 21st-Century-Fox-Einheiten wie die TV-Sender Fox Sports, Fox News, Fox Business sowie einige lokale Fox-Sender gebündelt.

In einem Memo an seine Mitarbeiter bezeichnete Disney-CEO Bob Iger den gestrigen Tag als einen "historischen Tag für unser Unternehmen":Der schwieir

"Wie Sie alle wissen, ist Disney immer sehr ambitioniert. Wir sind niemals mit dem zufrieden, was wir haben und unsere Vision für die kommende Zeit der Transformation ist die kühnste, die wir je hatten. Wir werden unser Unternehmen schnell umformen, um von den aufkommenden Trends bei den Konsumenten und neuen Technologien profitieren zu können, um in der aufregenden und neuen Zeit Erfolg haben zu können. Die Übernahme von 21st Century Fox war von dem Glauben getrieben, dass die Ergänzung dieser großartigen Geschäftsbereiche, Marken, Franchises und Mitarbeiter uns ermöglichen wird, schneller voranzukommen, weiter zu kommen und höhere Ziele zu erreichen", so Iger in seinem Memo.

Weiter erklärte Iger seinen Mitarbeitern, dass man mit dem Abschluss der Übernahme von 21st Century Fox noch nicht den schwierigsten Teil hinter sich habe: "Was vor uns liegt, ist die herausfordernde Aufgabe, die Geschäfte zusammenzuführen, um einen dynamischen, weltweit agierenden Unterhaltungskonzern zu schaffen, mit den Inhalten, den Plattformen und der Reichweite, um bahnbrechende Erlebnisse für Konsumenten auf der ganzen Welt über die nächsten Generationen zu schaffen."

Iger stellte aber auch klar, dass man sich im Rahmen des Transformationsprozesses alle Bereiche auf Synergieeffekte hin anschauen werde und einige Bereiche mehr von den daraus resultierenden Entscheidungen betroffen sein würden. Entlassungen blieben dabei nicht aus - es kursiert eine Zahl von rund 4.000; weltweit hat Disney rund 200.000 Mitarbeiter.

"Im Moment haben wir nicht auf all Ihre Fragen Antworten, aber wir wissen, wie wichtig Informationen sind und wir haben uns vorgenommen, so schnell wie möglich voranzukommen, um Ihnen sagen zu können, ob und in welcher Form ihr Arbeitsplatz betroffen sein wird", so Iger in seinem Memo abschließend.