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Moovie: "Kleine Firma, große Filme"

Die Produzenten Sarah Kirkegaard und Jan Ehlert gehören seit vielen Jahren zum Kreativteam der Moovie. Inzwischen wurde Kirkegaard zur Geschäftsführerin der Moovie, Ehlert zum Geschäftsführer von Constantin Television befördert. Ein Gespräch über ihre neuen Aufgaben die kreative Ausrichtung der Firmen und aktuelle Projekte - darunter eine Schlagerserie.

15.03.2019 07:42 • von Frank Heine
Sarah Kirkegaard und Jan Ehlert (Bild: Kopf & Kragen Fotografie, Marc Reimann)

Frau Kirkegaard, Herr Ehlert was hat sich für Sie durch den Wechsel in die Geschäftsführerposition verändert, wo liegen Ihre Aufgaben?

Sarah Kirkegaard: Der Arbeitsbereich hat sich erweitert - wir sind ja beide nach wie vor als Produzenten tätig. Durch den Einstieg in die Geschäftsführung der Moovie bin ich jetzt für die kreative Ausrichtung der Firma zuständig und habe damit in gewisser Weise die Nachfolge von Oliver Berben übernommen, der die Firma ja über viele Jahre geprägt hat. Bei Moovie gibt es seit Jahren immer zwei Geschäftsführer, und ich teile mir die administrativen Aufgaben mit Friedrich Radmann. Mein direkter Vorgänger, Dieter Salzmann, war lange Jahre bei der Moovie als Herstellungsleiter tätig und ist Ende 2018 in den Ruhestand gegangen. So gesehen findet bei uns auch eine Art Generationenwechsel statt.

Wie sieht die kreative Ausrichtung der Moovie aus?

SK: Kleine Firma, große Filme. Der Schwerpunkt liegt auf Miniserien und hochkarätigen Einzelstücken, aber grundsätzlich geht es mir um das Besondere, das unsere Projekte ausmacht - der Aufwand, die Relevanz, die Sorgfalt in der Umsetzung. In den knapp zwölf Jahren, in denen ich bei der Moovie tätig bin, haben wir unterschiedlichste Formate realisiert, von der Kino-Literaturverfilmung über die Krimi-Reihe bis zur historischen Miniserie, aber es ist uns gelungen, eine eigene Handschrift zu entwickeln. Wir machen das mit Herzblut, und das sieht man den Sachen, glaube ich, auch an. Jetzt geht es darum, fortzuführen und weiterzubringen, was wir aufgebaut haben, um weiterhin Projekte mit diesem hohen Anspruch und Erfolg zu realisieren. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen TV-Töchtern der Constantin ist ein wichtiger Punkt. In den letzten Jahren sind wir eng zusammengewachsen. In diesem Familienverband geht es für die Moovie natürlich auch darum, im Zusammenspiel mit den Schwesterfirmen das eigene Profil zu schärfen und zugleich die gemeinsame Stärke zu nutzen und auszubauen.

Herr Ehlert, was für einen Einschnitt bedeutet der Wechsel in die Geschäftsführung der Constantin Television für Sie?

Jan Ehlert: Einschnitt klingt als wäre was weg - eigentlich ist eher eine Menge dazu gekommen. Dass ich der Moovie und der Constantin Television auch als Produzent erhalten bleibe ist mir sehr wichtig. Der Standort Berlin hat sich in den letzten Jahren für die Constantin stark gewandelt. Dort, wo früher nur die Moovie saß, befindet sich nun ein Produzentennetzwerk, dem auch Kolleginnen und Kollegen von der Olga Film und der Constantin Television angehören - praktisch ein Satellit dessen, was wir in München haben, wo neben dem Haupthaus auch die überwiegende Mehrheit der Tochterfirmen sitzen. Ich pendle daher zwischen München und Berlin, bin aber die Hälfte der Zeit noch hier vor Ort. Die Idee dahinter ist, die beiden Standorte besser zu verbinden - dabei ist die langjährige Zusammenarbeit zwischen Sarah und mir sehr hilfreich. Ich bin froh, in der Geschäftsführung der Constantin Television für den Vorstandsbereich von Oliver Berben tätig zu sein. Ähnlich wie Sarah in der Moovie bin ich hier in erster Linie für den kreativen Bereich zuständig.

Heißt konkret?

JE: Alle kreativen Belange, also z.B. die Kreativen, die bei uns exklusiv unter Vertrag stehen, die Entwicklung von neuen Formaten und die Weiterentwicklung von bestehenden, genauso wie der Kontakt zu linearen, wie non-linearen Auswertungspartnern. Außerdem gilt es den Überblick zu behalten, was sich innerhalb der Constantin-Familie alles im non-theatrical Bereich tut, denn der befindet sich in einer rasanten Entwicklung und wir haben sehr eigenständige Tochterfirmen. Das sind, jede für sich, ganz eigene Brands. Trotzdem versuchen wir, eher Synergien in der Zusammenarbeit hinzubekommen als konkurrierende Überschneidungen in den Inhalten.

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, ob Sie eine Produktion mit der Moovie oder mit Constantin Television realisieren?

JE: Es funktioniert nicht so, dass wir von oben die Projekte zu den verschiedenen Firmen delegieren. In einigen Fällen, wie etwa bei "Parfum", wo es schon durch die Rechtesituation sinnvoll war, kommt es zu einer Zusammenarbeit der Tochterunternehmen bzw. in diesem Fall des Haupthauses Constantin Film mit der Moovie. Aber in der Regel werden die Produktionen durchgeführt, wo sie auch entwickelt wurden. In der Entwicklung tauschen wir uns firmenübergreifend sehr eng aus. Das geschieht zum einem im großen Maßstab, wo sich alle programmgestaltenden Mitarbeiter des Unternehmens in regelmäßigen Abständen zusammensetzen. Und dann gibt es kleinere Einheiten, in denen wir themenorientiert arbeiten. In der Constantin Television decken wir von Entertainment über Corporate Content, Daily, Vor- und Hauptabend bis Event alle Programme ab und achten darauf, dass die Sachen dort gemacht werden, wo die Leute jeweils über das meiste Knowhow verfügen. Wir versuchen unser Netzwerk möglichst stark zu nutzen und das auch firmenüberspannend auszubauen und zu stärken.

Die Moovie wirkt im Gegensatz zur breiter aufgestellten Constantin Television wie eine gezielt auf die besonderen Eye-Catcher ausgerichtete Firma - Parfum", Die Protokollantin", Bier Royal", jetzt Club der singenden Metzger" sind aktuelle Beispiele.

JE: Es macht mich fast ein bisschen stolz, wenn es eine solche Außenwirkung gibt. Das ist toll! Jede Firma bei uns ist eine Marke, eine einzelne Boutique. Bei der Moovie sitzen im Verhältnis zur Unternehmensgröße viele Produzenten, die über Jahre in diese Richtung gearbeitet haben. Sarah ist ja schon von Anfang an für die großen Mehrteilerproduktionen verantwortlich gewesen. Wir machen mit der Moovie auch TV Movies, nur werden es neben den Großprojekten eben weniger. Wenn wir parallel an Produktionen wie "Parfum", "Die Protokollantin" und "Bier Royal" arbeiten, entstehen kaum TV Movies, weil die Leute durch diese Projekte belegt sind.

Für das Brot & Butter-Geschäft, ohne dass es despektierlich gemeint wäre, ist eher die Constantin Television verantwortlich.

JE: Zumindest kann sie das sehr gut und es ist ja keineswegs so, dass das einfach wäre. Die Bandbreite bei der Constantin Television ist größer. Mit "Dahoam is Dahoam" haben wir eine Daily, die schon seit mehr als zehn Jahren und über 2250 Folgen läuft. Das ist im Grunde schon ein Unternehmen für sich. Das macht die andere Größe und Struktur bei der Constantin Television deutlich, die diese Bandbreite ermöglicht. Und ich kann versprechen, dass auch aus der Constantin Television verstärkt Leuchtturmprojekte hervorgehen werden, wie zum Beispiel "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo".

Diese breite Aufstellung erscheint sehr wichtig. Kann man die Formel aufstellen: ohne "Dahoam is Dahoam" und "Kroatien Krimi" kein High End?

JE: Das wäre jetzt eher die Konzernperspektive, aber die Beobachtung ist nicht falsch. Natürlich hängt das zusammen. Die Synergien, die man in einem einzelnen Großprojekt schaffen kann, sind nicht so groß. Wenn ein Projekt aufwändig und teuer war, heißt es noch lange nicht, dass damit viel Geld verdient wurde. Wie sehr sich etwas wirtschaftlich lohnt, weiß man meist erst hinterher. Bei länger laufenden Formaten ist das leichter vorherzusehen und je länger ein Format läuft, um so mehr rechnet es sich. Aber die verschiedenen Bereiche tragen sich und bedingen sich gegenseitig, manchmal läuft es im einen, manchmal im anderen besser.

Konkret auf die Moovie umgemünzt: Ist es für die Firma möglich, sich mit einem High Class Projekt nach dem anderen durchzuschlagen oder sind Sie auch auf der Suche nach der nächsten "Rosa Roth"?

SK: Sowohl als auch, würde ich sagen. Letztlich ist es eine Frage der Aufstellung. Mit den großen Produktionen erfolgreich zu sein und wirtschaftlich gut da zu stehen, ist uns auch deshalb gelungen, weil wir bei der Moovie in einem relativ kleinen Team arbeiten. Je größer eine Firma ist, desto mehr "Brot & Butter" braucht sie. Aber: Eine erfolgreiche Reihe ist ein Glücksfall für jede Firma, nicht nur, weil es eine andere Planbarkeit schafft, sondern auch wegen der Möglichkeit, mit bestimmten Kreativen über einen längeren Zeitraum etwas Gemeinsames zu erschaffen und weiterzuführen. Uns ist es einfach wichtig, ein Reihenformat mit der gleichen Sorgfalt umzusetzen wie unsere so genannten "High End"-Formate.

JE: Der Markt ist nicht nur im Wandel, er wächst auch. Es ist ja nicht so, dass durch die neuen Formate die alten weg wären. Der demographische Faktor hat sich überhaupt nicht verändert, wenn überhaupt kommt Publikum dazu, das nicht mehr oder nur noch sehr schwer zu erreichen war. Natürlich ist es für uns Produzenten eine großartige Zeit, weil so vieles denkbar und machbar geworden ist, aber wir vernachlässigen deswegen keineswegs das Geschäft für das traditionelle TV-Publikum, das immer da war und da sein wird. Um die Frage nach der nächsten "Rosa Roth" zu beantworten: Natürlich, sofort.

Lassen Sie uns den Blick auf aktuelle Projekte werfen: "KaDeWe" bestimmt die Schlagzeilen, da sitzen Sie mit Benjamin Benedict von der UFA an einem Tisch, zwei Projekte werden zu einem verschmolzen. Empfinden Sie diese Zusammenarbeit auch als so besonders wie wir?

SK: Ja, das ist auch von innen betrachtet spektakulär. So eine Konstellation hat es bislang nicht gegeben. Das ist sowohl Herausforderung als auch Befreiungsschlag. Gerade bei historischen Themen entstehen ja häufiger Konkurrenzsituationen, nicht nur zwischen der Constantin und der UFA. Zwei oder mehr Firmen arbeiten am selben Stoff, und mal ist man selbst der Schnellere, mal nicht. Im Grunde ist es eine schädliche Situation für alle Beteiligten, die Geld, Kapazitäten und Lebenszeit schluckt. Es findet immer eine Kannibalisierung statt, auch wenn beide Projekte realisiert werden. Diese Situation wollten wir hier vermeiden, deshalb spreche ich von einem Befreiungsschlag - für alle Seiten.

Wie ist der aktuelle Stand?

SK: Die Grundlage für die erste Staffel steht, nämlich das Konzept und die Drehbücher von Rodica Döhnert. Wir haben mit ihr ja unter anderem "Das Adlon" gemacht, und durch die Zusammenarbeit mit der UFA kommt diesmal noch deren eigene Erfahrung mit historischen Miniserien hinzu. Das wird ein sehr spannender Weg, weil beide Seiten mit erfolgreichen Produktionen aus der Vergangenheit in dieses Projekt hineingehen und in dieser Gemeinsamkeit etwas zustande bringen wollen, das das Bisherige noch toppt.

"Der Club der singenden Metzger", eine weitere Produktion, die Sie, Frau Kirkegaard, verantworten, ist ein gutes Beispiel für die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Kreativen - in diesem Fall Regisseur Uli Edel und Doris Dörrie als eine der Autorinnen. Was erwartet uns hier?

SK: Die Geschichte beruht auf dem gleichnamigen Roman der amerikanischen Autorin Louise Erdrich und handelt von deutschen Auswanderern in die USA nach dem Ersten Weltkrieg - Wirtschaftsflüchtlinge, wenn man so will. Es geht um Heimat, Fremdsein, Verlust, um Sehnsucht, um Familie. Jonas Nay spielt einen jungen Metzger, der sich in North Dakota, im Mittleren Westen, eine neue Existenz aufbaut und sein Heimweh bekämpft, indem er singt. Die große Liebesgeschichte im Leben dieses Metzgers dreht sich um zwei Freundinnen, gespielt von Aylin Tezel und Leonie Benesch. Doris Dörrie hat diesen Stoff zu uns gebracht, und Uli Edel hat als Regisseur einen ganz eigenen Zugang dazu gefunden. Es wird ein sehr facettenreiches und bildgewaltiges episches Drama, mit viel Emotion, mit Humor - und dem ein oder anderen singenden Metzger.

Wenn Sie komplett in Kroatien gedreht haben, gab es da auch Synergien, dadurch dass die Constantin Television die "Kroatien Krimis" für die Degeto dreht oder ist das zu weit hergeholt?

SK: Nein, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Wir haben mit demselben kroatischen Service-Produzenten zusammengearbeitet und mit dem ausführenden Produzenten, Karsten Rühle, der auch die "Kroatien-Krimis" verantwortet. Aber natürlich war "Der Club der singenden Metzger" als internationaler historischer Mehrteiler schon vom Aufwand her eine andere Zusammenarbeit. Eine besondere Herausforderung dieses Stoffes lag darin, dass er ganz unterschiedliche Welten erzählt: ein Dorf in Schwaben, die Hafengegend in Hamburg, ein Wanderzirkus, die Weite des Mittleren Westens, eine amerikanische Kleinstadt im Nirgendwo. Um diese Welten zu finden oder herstellen zu können, haben wir uns in verschiedenen Ecken der Welt umgeschaut, etwa in Kanada. Zu guter Letzt haben wir uns aber für Kroatien entschieden und das war ein großer Glücksfall.

Sie Herr Ehlert, produzieren für die Moovie Schuld" nach Ferdinand von Schirach. Die dritte Staffel bildet aber auch das Finale. Weil Ihnen der Stoff ausgeht oder weil das ZDF genug hat?

JE: Weder noch. Wenn das ZDF "Schuld" nicht mehr wollte, was ich nicht glaube, wäre das nicht der Grund. Und einen Geschichtenkosmos kann man ja erweitern. Aber wenn man zu spät darüber nachdenkt, ob ein Programm seinen Höhepunkt erreicht hat, verschlechtert man sich zwangsläufig irgendwann. Das wollten wir auf jeden Fall vermeiden, gerade auch, weil mit Ferdinand von Schirach so ein großer Name und vor allem ein so großartiger Autor dahintersteht. Im Herbst haben wir die dritte Staffel, bestehend aus vier Folgen, in Berlin, Frankreich und USA gedreht. Wir haben uns ein Ende überlegt, das dem Gedanken eines großen Abschlusses, eines echten Finales entspricht.

Quasi als Höhepunkt der "Schuld"-Saga?

JE: Wir hoffen, dass uns das gelingt. Es gibt meines Erachtens kaum vergleichbare Formate, außer vielleicht "Verbrechen", was "Schuld" ja vorausging. Denn obwohl wir uns glücklicherweise im Serienbereich einsortieren dürfen, gibt es bei "Schuld" nichts Serielles. Das ist ja eine "Mini-Reihe" aus lauter eigenständigen Filmen, die ziemlich aufwändig hergestellt werden. Bei der ersten Staffel war das für das deutsche TV in der Form noch "unheard of". Der "Schuld"-Kosmos ist aber dann begrenzt, wenn man sich möglichst nah am Charakter der in der Anthologie "Schuld" zusammengefassten Geschichten orientieren will. Und darum ging es uns immer. Die Verfilmung entwickelt zudem ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Wir haben gar nicht alle Geschichten aus dem Buch verfilmt, weil sich einige nicht für das Format eignen. Eine Folge, "Das Cello", stammt aus "Verbrechen". Wir haben sehr unterschiedliche Adaptionsansätze verfolgt. Bei "Anatomie" ist es uns gelungen, aus einer Geschichte mit nur 562 Wörtern einen 45-minütigen Film zu machen. In der dritten Staffel haben wir bereits drei Geschichten aus "Strafe" verarbeitet, die wunderbar in den "Schuld"-Kontext passten. Aus unserer Sicht haben wir jetzt alles, was man auf diesem Niveau an Schätzen heben kann, gehoben und gehen deshalb, wenn es am schönsten ist.

Wie steht es um das Harald Juhnke-Biopic. In der Presse kursierte bereits der Name Matthias Matschke...

SK: Ja, und den Namen kann ich erfreulicherweise auch bestätigen. "Der Entertainer" ist ein großartiges Projekt, das von unserer Produzentin Heike Voßler bei der Moovie umgesetzt wird und auf das ich mich sehr freue. Wir befinden uns gerade in finanzieller und terminlicher Abstimmung.

Was steht sonst noch für Sie an?

SK: Unter anderem das Thema Musik verfolge ich weiter: Wir entwickeln unter dem Arbeitstitel "Schlagerland" die erste deutsche Schlager-Dramaserie. Schlagermusik - in den vielen Facetten, die sie heute hat - ist ja überall präsent und zieht Menschen jeden Alters in ihren Bann. Die heile Welt und das knallharte Business, die großen Emotionen und das große Geld, das Märchenhafte und das Alltägliche: Schlager bietet einfach einen wunderbaren Erzählkosmos. Wir erzählen im Grunde eine Familiengeschichte aus dem Musikgeschäft. Der Fokus liegt auf zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen der Schlagerwelt, die beide um ihr privates und berufliches Überleben kämpfen müssen.

Können Sie schon Partner nennen?

SK: Wir sind bereits seit einiger Zeit im engen Austausch mit einem öffentlich-rechtlichen Sender - und können uns das Ganze gut als Koproduktion vorstellen, auch in Kombination mit einem Streamer. Um einem solchen Vorhaben gerecht zu werden, braucht es mehrere starke Partner. Dass das Thema, die Shows, die Stars der Szene und auch die riesige Fangemeinschaft beim Sender schon präsent sind, ist ein Riesenvorteil, das schafft einfach Synergien, die sich woanders gar nicht herstellen ließen. Ein anderer interessanter Aspekt ist aber auch, dass man eigene Musikproduktionen integrieren kann, wofür wir mit Constantin Music eine sehr gut vernetzte Abteilung im eigenen Hause haben.

Was treibt Sie als nächstes um, Herr Ehlert?

JE: Wir haben viel vor. Aber wenn ich eines herauspicken darf, freue ich mich ganz besonders auf ein Projekt, das gerade in der Entwicklung erste große Schritte gemacht hat und immer mehr Form annimmt: "1913" von Florian Illies, das wir gerade mit den HaRiBos als Serie entwickeln. Die Art, wie wir hier vorgehen, ist mit nichts, was uns bislang bekannt ist, vergleichbar. Ein wirklich großes Projekt der Constantin Television.

Das Interview führte Frank Heine