Festival

Hormann, Schipper und Waltz in Tribeca

Starke deutsche Präsenz beim 2019 Tribeca Film Festival: Im internationalen Wettbewerb laufen die neuen Filme von Sherry Hormann und Sebastian Schipper. Das englischsprachige Kinoregiedebüt des zweifachen Oscargewinners Christoph Waltz, "Georgetown", feiert seine Weltpremiere.

06.03.2019 07:10 • von Thomas Schultze
Internationale Premiere in Tribeca: Sebastian Schippers "Roads" (Bild: Studiocanal)

Starke deutsche Präsenz beim 2019 Tribeca Film Festival: Im internationalen Wettbewerb laufen die neuen Filme von Sherry Hormann und Sebastian Schipper. Beide Filme feiern ihre internationale Premiere. Hormanns Nur eine Frau", produziert von Sandra Maischberger und geschrieben von Florian Oeller, erzählt von einer 23-jährigen türkisch-kurdischen Frau, gespielt von Almila Bagriacik, die in Berlin Opfer eines "Ehrenmordes" durch ihren Bruder wird. Schippers Roads", den der Regisseur von "Victoria" mit David Keitsch produziert und mit Oliver Ziegenbalg geschrieben hat, erzählt von einem jungen Briten und einem jungen Kongolesen, die in einem gestohlenen Wohnmobil Abenteuer in Nordafrika und Europa erleben. Fionn Whitehead und Stephane Bak spielen die Hauptrollen. Den Film hatte man bereits im vergangenen Jahr als potenziellen Cannes-Kandidaten gehandelt. Zudem gibt es im internationalen Wettbewerb von Tribeca die israelisch-deutsche Koproduktion "Haneshef" von Sharon Maymon und Tal Granit (deutscher Koproduzent: Martin Hampel und Thanassis Karathanos, Pallas Film) und den deutsch-türkisch-amerikanischen Beitrag "Nuh Tepesi" von Cenk Ertürk.

Das englischsprachige Kinoregiedebüt des zweifachen Oscargewinners Christoph Waltz, Georgetown", feiert seine Weltpremiere in der Reihe Spotlight Narrative. Neben Waltz spielen Annette Bening und Vanessa Redgrave die Hauptrollen.

Das Festival findet vom 24. April bis 5. Mai in New York statt. Insgesamt werden 103 Filme von 124 Filmemachern gezeigt; 81 davon sind Weltpremieren. Die Hälfte der Filme für die drei Wettbewerbe (U.S. Narrative Competition; Documentary Competition, International Narrative Competition) wurden von Frauen inszeniert. Knapp ein Drittel der Filme stammen von farbigen Filmemachern. 13 Prozent der Titel wurden von Filmemachern realisiert, die sich als LGBTQIA identifizieren. Als Highlights werden Dreamland" mit Margot Robbie, der Ted-Bundy-Thriller "Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile" mit Zac Efron, "Lost Transmissions" mit Simon Pegg, der Doku-Spielfilm-Mix "Framing John DeLorean" mit Alec Baldwin und die Doku "After Parkland" genannt.