Kino

Open-Air-Kinobetreiber gründen Bundesverband

Unter dem Namen "Kinosommer Deutschland" wurde am Rande der Berlinale der Bundesverband der Open-Air-Kinos ins Leben gerufen. Zusammengeschlossen haben sich zunächst die Betreiber von zwölf Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr insgesamt für mehr als 500.000 Besucher standen.

18.02.2019 17:17 • von Marc Mensch
Das Stadtwerke Sommerkino in Duisburg zählt zu den Gründungsmitgliedern des Verbands (Bild: Michaela Thewes)

Die "beliebten, regional verwurzelten und meist inhabergeführten Festivals zu stärken und national sichtbar zu machen", ist laut dem frisch gewählten Vorsitzenden Michael Claus (Meisterwerke Neo GmbH/Filmnächte Chemnitz) das Ziel eines neuen Verbandes, der am Rande der Berlinale aus der Taufe gehoben wurde - und mit dem sich führende Open-Air-Kinoveranstaltungen erstmals eine eigene Interessenvertretung geben. Der "Kinosommer Deutschland - Bundesverband der Open Air Kinos" soll in Zukunft die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Filmwirtschaft und Industrie vertreten und ihnen auch in Förderfragen zur Seite stehen. Unterstützung soll dabei nicht nur durch Beratungs- und Netzwerkarbeit erfolgen, sondern auch durch die Erarbeitung von Marketing- und Kommunikationskonzepten und die Durchführung wissenschaftlicher Untersuchungen.

"Gründungsmitglieder" des "Kinosommer Deutschland" sind folgende zwölf Veranstaltungen an zehn Standorten, die laut der Verbandsspitze im vergangenen Jahr insgesamt für weit über 500.000 Kinobesucher (inklusive Konzertbesuchern spricht der Verband von rund 650.000) standen: Das radioeins Freiluftkino Friedrichshain, das Freiluftkino Kreuzberg und das Freiluftkino Rehberge in Berlin; das Open Air Kino im Landgrafenschloss (Butzbach); die Filmnächte Chemnitz; das Dortmunder PSD Bank Kino; die Dresdener Filmnächte am Elbufer; das Düsseldorfer Alltours Kino; das Stadtwerke Sommerkino in Duisburg; das Hamburger Schanzenkino, das Ludwigsburger Sommernachts Open Air Kino und schließlich Kino, Mond & Sterne aus München.

Weitere Open-Air-Betreiber sind ausdrücklich im Verband willkommen, tatsächlich beschreibt Vorstand Ralf Bartel (Open Air Kino im Landgrafenschloss) die Kontaktaufnahme mit potenziellen neuen Mitgliedern als einen der wichtigsten nächsten Schritte. Darüber hinaus sollen der laufende Dialog mit anderen Kinoverbänden intensiviert und auf Ebene der Open-Air-Events erste gemeinsame Programmformate umgesetzt werden.