Produktion

"Red Sonja" auf Eis gelegt

Millennium Films hat bei seinem angekündigten "Red Sonja"-Reboot einstweilen die Notbremse gezogen. Der Grund dafür seien die neuen Anschuldigungen gegen Bryan Singer.

12.02.2019 08:43 • von Barbara Schuster

Millennium Films hat bei seinem angekündigten "Red Sonja"-Projekt einstweilen die Notbremse gezogen. Wie US-Branchenblätter einstimmig berichten, werde es nicht auf dem EFM angeboten; zudem sei der für dieses Jahr angekündigte Drehstart in Bulgarien ebenfalls fallen gelassen worden. Die Gründe dafür sollen in den neuen Anschuldigungen wegen sexueller Übergrifflichkeit und Fehlverhalten gegen Regisseur Bryan Singer liegen.

Die Zeitung "Atlantic" hatte vor rund zwei Wochen einen neuen Artikel veröffentlicht, in dem Singer vorgeworfen wird, mit vier minderjährigen Jugendlichen sexuelle Beziehungen gehabt zu haben bzw. ihnen gegenüber übergrifflich geworden zu sein. Singer hat bis dato alle Anschuldigungen auf Fehlverhalten abgestritten und den Artikel im "Atlantic" als "homophobes Schmierstück" bezeichnet. Millennium-Boss Avi Lerner hat Singer bislang immer verteidigt und laut "Variety" in einem Statement kürzlich gesagt: "Die über 800 Mio. Dollar, die 'Bohemian Rhapsody' eingespielt hat, beruhen auf seiner bewundernswerten Vision. Ich kenne den Unterschied zwischen einer Agenda folgenden Verbreitung von fake news und der Realität. In Amerika ist man unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen wurde."