Kino

Bayerischer Filmpreis: Produzentenpreis wird geteilt

Bei der 40. Verleihung des Bayerischen Filmpreises wurde kein Film mehrfach ausgezeichnet. Der Produzentenpreis wurde geteilt.

25.01.2019 21:00 • von Jochen Müller

"Zum 40. Mal ist dieser Festabend ein wunderbarer Auftakt ins Jahr für die gesamte deutsche Filmbranche. Der Bayerische Filmpreis ist Prädikat für exzellente Arbeit. Es zeigt sich Jahr für Jahr: Der deutsche Film kann Weltklasse. Und das ist, was das Kino in Deutschland momentan am meisten braucht: fesselnde Geschichten, starke Umsetzung und viele Zuschauer. Dies unterstützt kein Land so sehr wie Bayern. Gute Filme sind die Brücke von der Leinwand ins eigene Kopfkino. Ein intelligenter Film ist wie ein guter Freund: unterhaltsam, verständnisvoll aber auch kritisch. Was das Dolby Theatre für die Oscars ist das Prinzregententheater für den Bayeri- schen Filmpreis. Ein Ort für strahlende Gesichter, große Emotionen und Triumphe", erklärte die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, heute Abend bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises in München.

Vergeben wurden Auszeichnungen in 13 Kategorien, die mit insgesamt 300.000 Euro dotiert sind. Dabei wurde in diesem Jahr kein Film mehrfach ausgezeichnet.

Geteilt wurde der Produzentenpreis: er ging an Robert Marciniak (Lieblingsfilm) für die Produktion von Trautmann" sowie Max Wiedemann, Quirin Berg (Wiedemann & Berg) und Jan Mojto für die Produktion des deutschen Oscarkandidaten Werk ohne Autor".

Für die beste Regie wurde Caroline Link für Der Junge muss an die frische Luft", der bereits mehr als zwei Mio. Besucher in die deutschen Kinos gelockt hat, mit einem Pierrot ausgezeichnet, der Bayerische Filmpreis die beste Nachwuchsregie ging an Kerstin Polte (Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?"). Mit dem Drehbuchpreis wurde Christian Petzold ("Transit") ausgezeichnet.

Über die Darstellerpreise konnten sich Marie Bäumer, die nach der Lola für ihre Rolle in 3 Tage in Quiberon" auch mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, und Alexander Scheer (Gundermann") sowie die Nachwuchsdarsteller Svenja Jung ("A Gschicht über d'Lieb") und Max Hubacher (Der Hauptmann") freuen.

Für die beste Bildgestaltung wurde Benedict Neuenfels für Styx" ausgezeichnet, der Preis für die besten Visual Effects ging an Frank Schlegel für Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer", als bester Kinder- und Jugendfilm wurde an Regisseur Aron Lehmann für Das schönste Mädchen der Welt" vergeben.

Schließlich wurden Markus Imhoof für "Eldorado" mit dem Dokumentarfilmpreis und Oliver Haffner für Wackersdorf" mit dem Sonderpreis ausgezeichnet.

Zwei Preisträger hatten bereits vor der heutigen Verleihung festgestanden: Roland Emmerich wurde mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet, Regisseur Ed Herzog, Produzentin Kerstin Schmidbauer, Drehbuchautor Stefan Betz, die Autorin der Buchvorlage, Rita Falk, sowie die Darsteller Sebastian Bezzel und Lisa Maria Potthoff nahmen den Publikumspreis, über den den Zuschauer des BR-Magazins "kinokino" und die Hörer von Bayern 1 abgestimmt hatten, für die Eberhofer-Krimi-Verfilmung Sauerkrautkoma" entgegen.

Noch einmal die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach: "Die heute ausgezeichneten Preisträger zeigen, welch hochkarätige Filme in Deutschland - viele mit bayerischer Unterstützung - produziert werden. Seien es Biographien über Maler, prominente Entertainer oder Fußballer oder die Neuverfilmung eines Klassikers des Marionettentheaters. Die deutsche Filmlandschaft ist so vielseitig wie erfolgreich. Danke für die bewegenden und unterhaltenden Stunden."