Kino

"Anspruchsvoller Film in anspruchsvollem Ambiente"

Nach rund zehnwöchiger Umbauphase haben die Kamera Filmkunsttheater ihr Foyer und den Saal "Kamera" wiedereröffnet - und dabei zahlreiche Änderungen umgesetzt, um vor allem den Status als Begegnungsstätte auszubauen.

11.01.2019 14:42 • von Marc Mensch
Jürgen Hillmer mit Betriebsleiterin Connie Schwartz und Gesellschafter Ronald Herzog (Bild: Bernhard Pierel/Westfalen-Blatt)

Rund 250.000 Euro investierte Betreiber Jürgen Hillmer, um sein Kamera Filmkunsttheater als Ort der Kommunikation und der zivilgesellschaftlichen Begegnung zu stärken und auszubauen. Rund zehn Wochen dauerten die aufwändigen Umbauarbeiten, gestern konnte sich das Publikum dann erstmals einen Eindruck vom komplett neugestalteten und vergrößerten Foyer und dem nicht minder umfangreich modernisierten Saal "Kamera" machen, heute wird zu Live-Musik und Prosecco geladen.

"Unser Publikum will sich im Kino verabreden. Zusammen hocken, plaudern, essen, trinken, vor und nach dem Film eine gute Zeit mit Freunden verbringen und neue Begegnungen erleben", führt Hillmer aus. Oder anders ausgedrückt: "Kino muss heute mehr sein, als ein Saal mit Sitzen und einer Leinwand".

Dieser Philosophie folgte man schon beim Umbau des Lichtwerks im Ravensberger Park, nun waren das Kamera und sein gleichnamiger Saal an der Reihe. Dabei erfuhr vor allem das Foyer einen kompletten Facelift inklusive Vergrößerung. Der neugewonnene Platz wurde genutzt, um die Theke in den hinteren Bereich zu verlagern und gleichzeitig zu erweitern, daneben wurde der Eingangsbereich verlegt und neu gestaltet. In Summe schufen die Maßnahmen ausreichend Platz für 16 Bistrotische mit 32 Sitzplätzen - und damit ganz neue Möglichkeiten, den Filmbesuch mit einem Aufenthalt im Kino zu umrahmen. Dementsprechend wird man das gastronomische Angebot erweitern.

Um das Foyer wie beschrieben vergrößern zu können, wurde auch an die Geometrie des Saals Kamera Hand angelegt. Um rund 1,40 Meter verkürzt und schmäler wirkt er laut Hillmer nun symmetrischer. Augenfälliger ist indes eine andere Maßnahme: Denn die Bestuhlung wurde nicht nur erneuert, sondern nun auch mit einer Auframpung versehen, was für deutlich bessere Sichtverhältnisse sorgt. Der Saal erhielt überdies Akustikwände, eine neue Wandbespannung und ein neues Lichtkonzept. Teil der Umbauten war zudem eine Sanierung der in die Jahre gekommenen sanitären Anlagen und der Austausch der alten Belüftungstechnik gegen eine Klimaanlage nach neuestem Standard.

Alles in allem freut sich Hillmer über eine entscheidende und nachhaltige Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Man stehe, so Hillmer, "für anspruchsvollen Film in einem anspruchsvollen Ambiente". Und weiter: "Wir freuen uns, unseren Stammgästen diese Verbesserungen anzubieten und sind davon überzeugt, viele neue Zuschauerinnen und Zuschauer für einen Besuch in der Kamera gewinnen zu können."