Kino

"Cold War" gewinnt fünf Europäische Filmpreise

In Sevilla wurden heute Abend die Europäischen Filmpreise vergeben.

15.12.2018 22:24 • von Jochen Müller
"Cold War - Der Breitengrad der Liebe" ist mit fünf Europäischen Filmpreisen ausgezeichnet worden (Bild: Neue Visionen)

Cold War - Der Breitengrad der Liebe" ist heute in Sevilla mit dem Europäischen Filmpreis als bester Film ausgezeichnet worden. Pawel Pawlikowski wurde außerdem als bester Regisseur und für das beste Drehbuch geehrt; "Cold War" erhielt insgesamt fünf Auszeichnungen. Der Europäische Filmpreis für die beste Komödie ging an The Death of Stalin". Als beste Darsteller wurden Joanna Kulig für ihre Rolle in "Cold War - Der Breitengrad der Liebe" - in dieser Kategorie war auch Marie Bäumer für ihre Rolle in 3 Tage in Quiberon" nominiert gewesen - und Marcello Fonte für seine Rolle in Dogman" ausgezeichnet. Der Prix Eurimages - European Co-Production Award ging an Konstantinos Kontovrakis und Giorgos Karnavas. Als European Discovery wurde Lukas Dhont für Girl" ausgezeichnet. Der Preis für den besten Animationsfilm ging an Another Day of Life" von Raul de la Fuente und Damian Nenow, an dem Wüste Film als Koproduzent beteiligt war. Als bester Kurzfilm wurde Sara Fgaier für "Gli anni", als bester Dokumentarfilm Jane Magnussons "Bergman - A Year in a Life" ausgezeichnet, den Publikumspreis erhielt Luca Guadagninos Call Me By Your Name".

Mit dem Ehrenpreis der European Film Academy zeichnete EFA-Präsident Wim Wenders den griechischen Regisseur Costa Gavras aus, der Preis für das Lebenswerk ging an die spanische Schauspielerin Carmen Maura, die bereits bei der ersten Verleihung des Europäischen Filmpreises 1988 für ihre Rolle in Pedro Almodovars Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" ausgezeichnet worden war. Wenders würdigte Maura in ihrer Landessprache als "Königin des europäischen Kinos". Der Preis European Achievement in World Cinema ging an Ralph Fiennes. In seiner Dankesrede beantwortete der Brite für sich die Frage "Kann man gleichzeitig Brite und Europäer sein?" mit einem eindeutigen "Ja!".

Bereits am 15. November waren die ersten Gewinner des Europäischen Filmpreises bekannt gegeben (wir berichteten); zwei Preise gingen auch nach Deutschland: an Christoph M Kaiser und Julian Maas für die Musik zu Emily Atefs "3 Tage in Quiberon" sowie an André Bendocchi-Alves und Martin Steyer für das Sounddesign in Robert Schwentkes Der Hauptmann".

Alle Preisträger unter www.europeanfilmawards.eu.