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Berliner Roma-Filmfestival geht in zweite Runde

Heute Abend beginnt im Berliner Kino Moviemento die zweite Ausgabe des Filmfestivals "Ake Dikhea? - Festival of Romani Film" statt.

06.12.2018 13:35 • von Jochen Müller

Im Berliner Kino Moviemento findet von 6. bis 10. Dezember das Filmfestival "Ake Dikhea? - Festival of Romani Film" statt. Nachdem sich die Premierenausgabe im vergangenen Jahr zum Ziel genommen hatte, Stereotypen und Klischees bzgl. der Roma-Kultur abzubauen, geht es in diesem Jahr Veranstalterangaben zufolge um neue Perspektiven, Selbstbehauptung und starke Roma-Frauen. Die am Festival Beteiligten wollen sich einer Pressemitteilung zufolge für ein offenes Europa einsetzen, in dem Roma seit Jahrhunderten zu Hause sind und einen gleichwertigen Platz in der Gesellschaft beanspruchen.

Unter dem Motto "#Euroma4ever" werden mehr als 20 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gezeigt. Den Auftakt machen heute Abend die Weltpremiere von Charles Newlands Kurzfilm "Wresting with my Roots" über den Kampf eines Boxers um die eigene Identität und die Deutschlandpremiere von Arpad Bogdans Dokumentarfilm "Ghetto Balboa", in dem der Regisseur der Frage nachgeht, ob der Boxsport ein Sprungbrett für das Entkommen aus einer prekären Lebenssituation sein kann. Beide Regisseure werden ihre Filme heute Abend in Berlin persönlich vorstellen.

Höhepunkt des diesjährigen Festival-Fokus' über Roma-Frauen ist den Veranstaltern zufolge der Dokumentarfilm "Taikon" von Lawen Mohtadi und Gellert Tamas über Katarina Taikon, eine der wichtigsten Menschenrechtsaktivistinnen im Europa des 20. Jahrhunderts.

Weitere Informationen über das Festivalprogramm unter www.roma-filmfestival.com.