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Filmfest Hamburg positioniert sich gegen Rechts

Am heutigen 80. Jahrestag der Reichsprogromnacht hat der Verein Die Vielen e.V eine bundesweite Kampagne gegen rechte Tendenzen und Einflussnahme auf die Kunst und Kulturszene gestartet. Zu den Unterzeichnern zählt auch das Filmfest Hamburg.

09.11.2018 12:19 • von Jochen Müller
Albert Wiederspiel. Leiter Filmfest Hamburg (Bild: Filmfest Hamburg / Wolfgang Schildt)

Zusammen mit anderen Hamburger Kulturinstitutionen hat das Filmfest Hamburg heute die "Hamburger Erklärung der Vielen" unterzeichnet. Dabei handelt es sich um eine am heutigen 9. November an Kultureinrichtungen, Kunstinstitutionen, Theater, Museen und ihre Interessevertretung und Verbände gerichtete bundesweite Kampagne des in Berlin gegründeten Vereins Die Vielen e.V. gegen rechte Tendenzen und Einflussnahme auf die Kunst- und Kulturszene. Ziel der Kampagne ist es, den Austausch der Kulturinstitutionen und Aktiven in der Kulturlandschaft zu intensivieren und damit lokale und überregionale Netzwerke anzuregen.

Die Unterzeichner der "Erklärung der Vielen" verpflichten sich dazu, "kein Podium für völkisch-nationalistische Progapanda zu bieten" und "alle illegitimen Versuche der Rechtsnationalen, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, abzuwehren", heißt es darin wörtlich. Außerdem erklären sich die Unterzeichner solidarisch mit Menschen, "die durch rechte Ideologien immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden".

Albert Wiederspiel|U, Leiter des Filmfest Hamburg: "Ein Filmfest ist immer ein Ort, an dem Viele Vieles in Vielfalt erleben. Ein Ort für Begegnungen, um einen intensiven Austausch zu ermöglichen. Film und Kino baut Grenzen ab, weil Viele mit vielen eigenen Geschichten eine Geschichte erleben."