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Produzentenallianz zur neuen AVMD-Richtlinie: "Notwendiges und wichtiges Signal"

Die gestern vom EU-Ministerrat final abgesegnete AVMD-Richtlinie wird von der Produzentenallianz ausdrücklich begrüßt. Ihr Vorsitzender hebt dabei vor allem die EU-Quote für Streamingdienste und die Klarstellung zur Abgabepflicht hervor.

07.11.2018 15:18 • von Marc Mensch

Wie gestern berichtet, hat die Neufassung der Richtlinie für Audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) die letzte gesetzgeberische Hürde auf europäischer Ebene genommen und muss nun innerhalb von 21 Monaten ab Inkrafttreten in nationales Recht umgesetzt werden. Wesentliche Neuerung ist, dass die Richtlinie künftig nicht nur (wie bislang) auf Rundfunkanstalten Anwendung findet, sondern auch auf VoD- und Video-Sharing-Plattformen sowie Videoplattformen mit Live-Streaming. Kurz gesagt werden die Vorschriften für lineare und nicht-lineare audiovisuelle Mediendienste angeglichen.

Die Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen bewertet die Neuregelung in einer ersten Stellungnahme ausdrücklich positiv. Ihr Vorsitzender Alexander Thies erklärt dazu: "Dass Video-on-Demand-Anbieter nach der neuen EU-Richtlinie mindestens 30 Prozent europäische Filme in ihr Programm aufnehmen müssen, ist nicht nur ein wichtiges Signal, sondern auch eine dringend notwendige Maßnahme, um den deutschen und europäischen Film im internationalen Wettbewerb zu stärken und die kulturelle Vielfalt in Europa zu sichern. Auch die neue Regelung, dass zukünftig auch im Ausland ansässige Video-on-Demand-Anbieter zur Filmabgabe herangezogen werden können, wenn sie Inhalte auf dem deutschen Markt anbieten, sorgt für faire Wettbewerbsverhältnisse in Europa und trägt dazu bei, die Finanzierung der FFA abzusichern." Verbunden mit diesem Lob ist die Hoffnung, dass "effiziente, einheitliche Kontrollmechanismen" geschaffen werden.