Kino

Gewinneinbruch bei Lionsgate

Im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres hat Lionsgate bei einem rund siebenprozentigen Umsatzminus einen derartigen Gewinnrückgang verkraften müssen, dass unterm Strich sogar Fehlbetrag stand.

10.08.2018 11:22 • von Jochen Müller

Im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres hat Lionsgate einen Umsatz von 932,7 Mio. Dollar erzielt und lag damit um 7,2 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der operative Gewinn ging dabei um 57,4 Prozent auf 38,2 Mio. Dollar zurück. Unterm Strich stand sogar ein Nettoverlust von 11,4 Mio. Dollar zu Buche; im Vorjahresquartal war noch ein Gewinn von 174,5 Mio. Dollar erzielt worden. Rückläufige Gewinne verzeichneten die Film- und die TV-Produktionssparte, während der Gewinn bei den Media Networks auf dem Vorjahresniveau lag.

Vor allem höhere Marketingkosten waren bei Lionsgates Filmsparte ursächlich dafür, dass der Quartalsgewinn im Jahresvergleich um 41 Prozent zurück ging. Die Erlöse lagen aufgrund fehlender Home-Entertainment-Titel wie "John Wick 2" bzw. Kinotitel wie La La Land" im Vorjahresquartal um 23 Prozent unter den Vorjahreswerten.

Um sieben Prozent rückläufig waren Lionsgates Quartalserlöse im Bereich TV-Produktion. Hier machte sich vor allem das Fehlen eines Lizenzvertrages wie im Vorjahresquartal für die Starz-Serie Power" bemerkbar. Der Segmentsgewinn ging um 64 Prozent zurück.

Mit einem Gewinn auf Vorjahresniveau schlossen die Media Networks von Lionsgate das am 30. Juni zu Ende gegangene Quartal ab. Die Erlöse stiegen aufgrund eines Zuwachses bei den OTT-Umsätzen um drei Prozent an.

CEO Jon Feltheimer zeigte sich mit dem ersten Quartal sehr zufrieden: "Unsere weltweite Content-Maschine fährt mit voller Geschwindigkeit und wir werden weiterhin in eine funktionierende Programm- und internationale Roll-Out-Strategie bei Starz investieren. Unsere Maßnahmen des ersten Quartals stärken Lionsgates Status als einzigartiger und wichtiger Teil des Medien-Ökosystems."