Kino

"Das ist unser erster großer Aufschlag im Markt"

Vor vier Jahren gründeten Helge Sasse und Solveig Fina ihre Produktionsfirma Tempest Film. Mit "Meine teuflisch gute Freundin" und "Tabaluga - Der Film" werden jetzt ihre ersten großen Projekte sichtbar. Mit Blickpunkt:Film sprachen sie über ihre ambitionierten Vorhaben.

28.06.2018 12:24 • von Jochen Müller

Vor genau vier Jahren hat Helge Sasse die Senator Entertainment AG verlassen, deren Geschicke er seit 2005 geleitet hatte, um als Produzent eigene Wege zu gehen. Mit seinem Namen sind Kino- und Verleiherfolge wie Der Vorleser", "The King's Speech" und Ziemlich beste Freunde" verbunden. Mit ihm hat Solveig Fina die Senator verlassen, die dort Leiterin des Einkaufs und später der Koproduktionsabteilung war. Gemeinsam haben sie Tempest Film gegründet, deren Geschäfte sie seit 2014 führen. Vier Jahre hat es gedauert, bis nun die ersten großen Produktionen sichtbar werden. Heute startet startet ihre vielversprechende Teenagerkomödie Meine teuflisch gute Freundin" mit 400 Kopien in den Kinos. Für Dezember 2018 ist der Start ihres großen Animationsfilms Tabaluga - Der Film" mit der Kultfigur des kleinen Drachen aus Peter Maffays legendären Bühnenshows und Konzeptalben geplant. Zusätzlich starten am 16. August die Dreharbeiten für die Verfilmung des Hermann-Hesse-Romans Narziss und Goldmund", an deren Entwicklung und Finanzierung zwölf Jahre gearbeitet wurde. Blickpunkt:Film sprach mit den Beiden über ihre ambitionierten Projekte und die weiteren Stoffe, an denen sie arbeiten.

Wie fühlt sich das Leben als freier Produzent an?

Helge Sasse: Heute ist kein guter Tag, um mich das zu fragen. Wir stehen kurz vor der Bildfertigstellung bei "Tabaluga" und schließen nach zwölf Jahren Arbeit die Finanzierung von "Narziß und Goldmund" ab. In so einem Moment erinnere ich mich an die schlimmsten Zeiten bei Senator. Aber eigentlich ist alles besser geworden. Man ist viel weniger fremd gesteuert und kann selbst entscheiden, was man wirklich tun will. Aber stressig ist es jetzt auch.

Solveig Fina: Ich mag, wie es sich jetzt verändert hat. Im Einkauf hatte ich es mit sehr vielen Filmen gleichzeitig zu tun und einen guten Überblick über den Markt, aber man konnte sich nur sehr oberflächlich mit Projekten auseinandersetzen und sich auch kreativ nicht einbringen. Bei der Stoffentwicklung war das anders und besser, aber es war nie der eigene Stoff. "How to be really bad", der Stoff aus dem "Meine teuflisch gute Freundin" geworden ist, haben wir übrigens noch bei Senator entwickelt, weil wir gern mit Marco Petry zusammenarbeiten wollten.

Ist alles nach Plan gelaufen? Bis zum ersten großen Kinostart sind vier Jahre ins Land gegangen...

HS: Wir haben von Senator eine Reihe von Projekten mitgenommen und einige selbst gestartet. Unsere beiden bisherigen Co-Produktionen, sowohl der Scorpions-Film Forever and a Day" als auch Lou Andreas-Salomé", der immerhin über 100.000 Zuschauer erreicht hat, waren schon bei Senator Film ein Thema. "Meine teuflisch gute Freundin" ist eine Co-Produktion mit Senator, aber man sieht, dass es trotzdem einfach vier Jahre gedauert hat, bis das Projekt nun sichtbar wird.

SF: Für ein Animationsprojekt waren wir bei "Tabaluga" sehr schnell. Wir wollten sogar noch schneller sein, aber die Produktion hat zwei Jahre gedauert. Insgesamt waren es ein Jahr Entwicklung, ein Jahr Finanzierung und zwei Jahre Umsetzung. Jetzt dauert es noch ein halbes Jahr bis zum Kinostart am 6. Dezember. Die Dinge kommen jetzt alle zusammen.

HS: Das "Tabaluga"-Thema war durchaus umkämpft, das wollten auch andere haben. Als ich wusste, dass ich bei Senator gehe, habe ich Peter Maffay in Tutzing aufgesucht, - schließlich kannten wir uns gut, - und ihn überzeugt, dass er "Tabaluga" am besten mit uns macht. Mt dem Ergebnis ist er sehr glücklich.

Was sehen Sie als die besonderen Herausforderungen in der Produktion?

SF: Man braucht einen langen Atem, und man braucht einen festen Glauben an die Projekte. Glauben muss man auch an die eingegangenen Konstellationen, wenn die Produktion erst einmal unterwegs ist.

HS: Alle wesentlichen Aspekte des Produzierens sind gleich wichtig und gleich schwer: Entwicklung, Finanzierung und Umsetzung. Aus meiner Sicht braucht man als erstes aber einfach ein gut entwickeltes Projekt mit einem Regisseur, Darstellern und einem Drehbuch, die alle passen müssen. Wir haben eine sehr gute Beziehung zu allen Förderern. Unsere Projekte sind sorgfältig entwickelt und werden überall gefördert. Das sieht man deutlich bei "Tabaluga" und "Narziss und Goldmund", die jeweils ein Budget von zehn Mio. Euro erfordern. Bei beiden Projekten ist kein Fernsehsender dabei, zum einen, weil das sehr kompliziert ist, zum anderen weil Sony Pictures als Major so stark ist, dass er die TV-Rechte quasi mitfinanziert. Aber auch bei "Meine teuflisch gute Freundin" hat unser Verleiher Wild Bunch die TV-Rechte erst einmal für sich behalten. Ich glaube, dass das eine gute Entscheidung war.

Sie beide sind in jeden Schritt bei ihren Produktionen involviert, gibt es eine besondere Arbeitsteilung?

HS: Bei "Tabaluga" kümmern wir uns tatsächlich beide um alles. Ansonsten gibt es Schwerpunkte. Ich bin nun mal Manager gewesen und Rechtsanwalt, und bin daher gut darin, Vorhaben wirtschaftlich zu bewerten, im Organisieren, Strukturieren und in der kaufmännischen Einschätzung. Was die inhaltliche Seite betrifft, liegt der Schwerpunkt stärker bei Solveig. Wir beschäftigen uns inhaltlich beide damit, aber Solveigs Stärke ist es, zu entwickeln und dran zu bleiben.

SF: Wir haben da eine intuitive Arbeitsteilung entwickelt, die gut funktioniert. Von Projekt zu Projekt ist das unterschiedlich. "Teufelin" war eher mein Projekt, bei dem ich für alle Bereiche zuständig war, "Narziss und Goldmund" ist eher Helges Projekt. Und unsere Kompetenzen ergänzen sich ganz gut. Bei "Tabaluga" arbeiten wir tatsächlich Hand in Hand. Natürlich gibt es auch gewachsene Beziehungen, die den Ausschlag geben, etwa die von Helge zu Peter Maffay. Oder mein Anknüpfen an die Zusammenarbeit mit unseren Co-Produzenten Sonja Ewers und Reik Möller. Auch mit Sony hat sich eine schöne und vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt.

Was erhoffen Sie sich von Ihrem ersten großen Kinostart?

SF: Der Film hat ein klares Zielpublikum, und er hat auch sehr gut getestet. Wir haben das schon bei Senator immer gemacht. Natürlich ist das immer schwierig einzuschätzen. Selbst bei "The King's Speech" hätte man nach den Testvorführungen nicht gedacht, dass er zwei Mio. Besucher machen würde. Grundsätzlich hat der Film viel Herz, besondere Momente, und ich hoffe, dass er ein breites Publikum erreicht.

HS: "Meine teuflisch gute Freundin" ist unser erster großer Aufschlag im Markt - ich bin wahnsinnig aufgeregt und habe auch ziemlich hohe Erwartungen. Senator ist Co-Produzent, aber wir haben den Film von A-Z betreut. Im Unterschied zu dem Scorpions-Film und "Lou Andreas-Salomé" sind die "Teufelin" genauso wie "Holy Mountain", der Dokumentarfilm mit Reinhold Messner, der im Herbst kommt, "Tabaluga" und "Narziss und Goldmund" wirklich unsere Produktionen, bei denen wir federführend sind.

Sie haben bis jetzt sehr unterschiedliche Filme produziert. Wofür steht Tempest Film?

HS: Für gute Stoffe.

SF: Wir suchen Stoffe, die einen berühren. Es gibt ganz offensichtlich nicht den roten Faden. Bei Senator war das einfacher. Da hatte sich der Verleih klar positioniert mit "Crossover-Arthouse" als Anspruch. Filme wie "Der Vorleser", "The King's Speech" oder "Ziemlich beste Freunde" haben in Arthouse-Kinos funktioniert, aber auch ein breiteres Publikum erreicht. Die Filme, die wir jetzt entwickelt haben, sind tatsächlich sehr unterschiedlich. Die Projekte haben uns alle einfach gefallen, und dazu kommen noch ein bisschen Glück und der Zufall. Bei der "Teufelin" war es der Pitch, den sich die wunderbare Autorin Hortense Ullrich ausgedacht hat und das, was Marco Petry daraus gemacht hat. Bei "Tabaluga" war viel Glück dabei. Wir haben nicht unbedingt nach einem Animationsvorhaben gesucht. Das hat sich ergeben, und jetzt stellen wir fest, dass es viel Spaß macht. Es ist ungemein erfüllend, über einen sehr langen Zeitraum mit Menschen zusammenzuarbeiten, denen es nur um die Sache geht.

Bei "Tabaluga" sind generell die Erwartungen sehr hoch. Wie ist der Film geworden?

HS: Es ist nicht nur gelungen, die einzelnen Charaktere gut umzusetzen, wir haben die ursprünglichen auch weiter entwickelt und neue Charaktere eingeführt. Für alle konnten wir großartige deutsche Stimmen gewinnen, allen voran Wincent Weiss für Tabaluga und Yvonne Catterfeld als Lilli, die Eisprinzessin. Bully Herbig und Rick Kavanian leisten mit ihren Stimmen ganz Großes als "funny sidekicks" Bully und Limbo. Vom Budget wie von der Umsetzung erwarte ich mir einiges.

War es denn einfach, aus der Vorlage einen Film zu machen?

SF: Das war gar nicht so leicht. Es gibt die Bühnenshows, die aber keiner klassischen Filmdramaturgie folgen. Jeder hat seine eigene Vorstellung von "Tabaluga". Ich zum Beispiel bin mit dem zweiten Album aufgewachsen. Es gibt alle diese großartigen Songs, die wir zusammenführen wollten, weil sie Teil der Geschichte sind. Wir haben lange überlegt, welche Geschichte wir erzählen wollen. Was in den Bühnenshows erzählt wird, ist relativ philosophisch und als Filmhandlung eher abstrakt, es geht beispielsweise um "Zeit" und "Vernunft". Wir haben uns schließlich auf Tabalugas Suche nach seinem Feuer konzentriert. Daraus entstand eine klassische High-Concept-Geschichte. Sony möchte den Film gut vermarkten können. Dazu darf er nicht zu erklärungsbedürftig sein, er soll ja auch Kindern gefallen.

Wie eng ist die Zusammenarbeit mit Peter Maffay?

HS: Die Zusammenarbeit bei diesem Film basierte auf dem Prinzip, dass es bei allen Entscheidungen Konsens geben sollte. Wir wollten uns mit Peter, der ja der Urvater des Ganzen ist, mit Gregor Rottschalk und Rolf Zuckowski einig sein. Da gab es auch mal Differenzen, aber am Ende immer einen Konsens.

Sind Sie und Peter Maffay auch stark in die weitere Herausbringung involviert?

SF: Wir sind Hauptansprechpartner von Sony und von Peter natürlich auch und agieren als Mittler. Aber alles was Peter bisher gesehen oder vor allem gehört hat, - denn die Mischung hatten wir vor Fertigstellung des Bildes, - hat er sehr gemocht. Bei der Tradeshow in München war er dabei, und man hat gemerkt, wie begeistert und bewegt er war, dass das Projekt dem er Leben eingehaucht hat und das er verkörpert, jetzt auf der großen Leinwand zu erleben ist.

Und die Rechte an dem Film liegen bei Ihnen?

HS: Ja, das ist unser Film mit der Deutsche Columbia als minoritärer Co-Produktionspartner. Er wird weltweit ausgewertet von Global Screen. Sony Pictures erwirbt die deutschsprachigen Vertriebsrechte für eine übliche Laufzeit von etwa 15 bis 20 Jahren. Das ist der normale Vertrag zwischen einem Produzenten und einem deutschen Verleiher. Und darüber hinaus sucht sich der Produzent einen Weltvertrieb, der den Film in möglichst viele Länder verkauft. Nach Südkorea, in die Türkei und nach Spanien ist er schon verkauft. Die großen "Territories" schließen wir erst ab, wenn der Film im Juli bzw. im August restlos fertig ist. Dann wird er nämlich komplett gezeigt.

SF: Das tolle an Animationsfilmen ist, dass sie reisen. Die meisten deutschen Filme sind ja doch lokal auf den deutschen Markt beschränkt. Für die Animation gibt es diese Grenzen nicht, weil das alles Fantasiegeschichten sind.

Und ein großer Erfolg zahlt sich auch für Sie aus?

HS: Ja, natürlich. Der Produzent verdient in der Herstellung und dann erst wieder, wenn der Film Erfolg hat. Erst müssen die Minimumgarantie des Verleihs, seine Marketingaufwendungen und die festgelegte Provision eingespielt sein, dann teilen sich Verleih und Produzent die darüber hinaus gehenden Einkünfte. Dass das de facto nicht so häufig passiert, liegt daran, dass sehr viele in Deutschland hergestellte Filme diese Schwelle nicht erreichen. Daneben hat man die Auslandsrechte. Wenn der Weltvertrieb auch eine Garantie zur Finanzierung beiträgt, dann muss der Verkauf erst diese Minimumgarantie überschreiten, aber dann verdient nach Abzug der Provision des Weltvertriebes wieder der Produzent. Auch das ist bei deutschen Filmen selten. Wenn wir erfolgreich sind, dann machen wir noch mehr "Tabaluga"-Filme.

Gibt es mit Sony einen Deal über mehrere Filme?

HS: Nein, das ist stoffabhängig. Aber unsere Zusammenarbeit geht weiter, unabhängig vom Erfolg von "Tabaluga", weil Sony auch Verleih von "Narziss und Goldmund" ist. Bei Sony fand man beide Stoffe toll. Der Starttermin von "Narziss und Goldmund" am 2. Januar 2020 steht auch schon fest.

"Narziss und Goldmund" hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich...

HS: 2006 kam Christoph Müller zur Senator Filmproduktion. Über diesen Stoff haben wir uns kennengelernt, und seitdem ist er ein Thema. Florian Gallenberger hat dazu mal ein Drehbuch geschrieben, dann kam nach langer Zeit Stefan Ruzowitzky, der den Stoff als Autor geknackt hat. Mit dem Co-Autor Robert Gold liegen wir jetzt in den allerletzten Zügen. Am 16. August beginnen die Dreharbeiten. Jannis Niewöhner ist Goldmund, und Sabin Tambrea spielt Narziss. Und die beiden spielen großartig. Sony übernimmt den Verleih und Beta Cinema den Weltvertrieb. "Narziss und Goldmund" ist im übrigen eine Gemeinschaftsproduktion von Tempest mit der Mythos Film, der Deutsche Columbia und unserem österreichischen Partner Lotus Film aus Wien.

Warum war dieser Film so schwer auf die Beine zu stellen?

HS: Es hing lange Zeit an der Frage, ob die FFA das für einen kommerziell interessanten Stoff hält. Wir hatten viele Diskussionen und es hat lange gedauert, aber die FFA-Gelder sind einfach ein wichtiger Baustein. Die Förderung wurde erst im Herbst bewilligt und nur wenig später kam die Förderung durch das BKM. Das war der Durchbruch. Dass die FFA unter kommerziellen und das BKM unter kulturellen Gesichtspunkten einen Film gemeinsam fördern und das zusammen mit einem siebenstelligen Betrag, passiert nicht so oft.

SF: Auch in der Entwicklung war es nicht einfach, weil der Roman sehr episch ist und sich von der Struktur her nicht in eine klassische Filmdramaturgie fügt. Im Roman taucht Narziss am Anfang auf, und dann verschwindet er und kommt erst am Ende wieder. Im Film geht das nicht, und das dramaturgisch zu lösen, war die Leistung von Stefan Ruzowitzky.

Im Herbst startet noch "Holy Mountain". Wie kam das Projekt mit Reinhold Messner zustande?

HS: Sepp Vilsmaier hat bei Senator Film "Nanga Parbat" gemacht. Damals habe ich Reinhold Messner kennen gelernt. Bei Servus TV hat Reinhold Messner eine erste Regie unter dem Titel "Still Allive" vorgelegt, über ein Bergdrama in Kenia. Es gab ein weiteres Drama, das er selbst 1979 erlebt hat, am Ama Ablam in Nepal, dem sogenannten Holy Mountain. Dort holte er mit Oswald Ölz, einem anderen Bergsteiger, in einer dramatischen Aktion drei Neuseeländer aus einer senkrechten Wand, darunter Peter Hilary, den Sohn des Mount-Everest-Erstbesteigers Sir Edmund Hilary. Wir haben historisches Material, aber auch in Nepal gedreht. Und daraus wurde ein klassischer Dokumentarfilm.

Was sind Ihre weiteren Projekte?

SF: Es wäre schön, wenn wir bei "Tabaluga" weitermachen könnten. Regisseur Sven Unterwaldt, der hier seinen ersten Animationsfilm gedreht hat, ist darin total aufgegangen. Zum einen verfügt er über eine große technische Begeisterung, zum anderen sind Humor und Emotionalität seine starken Seiten. Mit allen Beteiligten wäre es eine schöne Konstellation, die wir gern weiterführen würden. Dann gibt es noch ein Projekt, Die hellen Tage", das auf einer Buchvorlage basiert, die ich sehr liebe, und das wir mit Maggie Peren entwickelt haben. Wir konnten es bisher noch nicht finanzieren. Bis jetzt scheitert das am Fernsehen.

Was ist von Tempest noch zu erwarten?

HS: Wir haben einen Stoff von Anthony McCarten, "Funny Girl", den wir mit Filmwave, einem Partner in England, und Film Four realisieren wollen. Regisseurin ist Sally El Hosaini, die gerade an der Regiefassung des Drehbuchs arbeitet, das auch Anthony McCarten verfasst hat. Es geht um ein 20jähriges Mädchen in London, das beschließt "the first female muslim standup comedian" zu werden. Und das ist für eine kurdische Türkin nicht ganz einfach. Der Film erzählt, wie sie sich gegen alle Widerstände durchbeißt.

SF: Darüber hinaus haben wir noch zwei andere Projekte. Das eine ist ein Kinderfilm mit dem Titel "Oma und Frieder" nach einer Buchreihe aus den 80er Jahren, die sich millionenmal verkauft hat. Hier sind wir auf der Suche nach einem Sender und führen dazu Gespräche. Und schließlich arbeiten wir noch an Die Herrlichkeit des Lebens", basierend auf der letzten Liebe von Franz Kafka zu einer jungen Frau namens Dora Diamant, eine historische, sehr berührende Geschichte. Auch darüber führen wir Gespräche.

Das Gespräch führte Ulrich Höcherl